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20210127111941

Impfstoffstreit: EU-Krisensitzung mit Astrazeneca geplatzt

11:17
27.01.2021
Im Streit über knappen Corona-Impfstoff ist ein Krisentreffen der Europäischen Union mit dem Hersteller Astrazeneca am Mittwoch geplatzt. Astrazeneca habe abgesagt, hieß es aus EU-Kreisen in Brüssel. Die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten hätten den Konzern gebeten, sich das gut zu überlegen.

Die Kommission und die 27 Staaten hatten das Treffen mit Astrazeneca auf Expertenebene für den Abend (18.30 Uhr) einberufen. Hintergrund ist der Streit mit dem britisch-schwedischen Hersteller über Lieferkürzungen. Statt erwarteter 80 Millionen Impfdosen im ersten Quartal sollen nach EU-Angaben nur 31 Millionen ankommen. Den angegebenen Grund - Probleme in der Lieferkette - will die EU nicht gelten lassen.

(dpa)

Städtetag: Zeitplan für Öffnung von Kitas und Grundschulen zu knapp

11:08
27.01.2021
Für eine Öffnung von Kitas und Grundschulen vom kommenden Montag an bleibt nach Einschätzung des Städtetags Baden-Württemberg nicht genug Zeit. «Ein Vorlauf von einer Arbeitswoche wäre gut», sagte eine Sprecherin am Mittwoch. «Aber das ist bis Montag jetzt halt nicht mehr machbar.»

Zwar müsse eine Öffnung eine hohe Priorität haben, weil Kinder in der Gemeinschaft lernten und sich auch gemeinsam entwickelten. Außerdem leide der Kontakt der Kindertageseinrichtung zu den Familien, in denen Jungen und Mädchen kein unbeschwertes Aufwachsen möglich sei. «Gleichwohl sollte eine Öffnung gut planbar und umsetzbar sein», sagte die Sprecherin des Städtetags. «Das geht nicht von heute auf morgen.»

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) wollen eine Entscheidung über die Öffnung am Mittwoch (14.30 Uhr) verkünden. Der Regierungschef hatte bereits am Dienstag durchblicken lassen, dass er es angesichts sinkender Infektionszahlen für verantwortbar hält, Kitas und Grundschulen schrittweise wieder zu öffnen. Kinder unter zehn Jahren seien keine «Treiber» der Pandemie. Allerdings wolle er noch die neuesten Zahlen abwarten, bevor er endgültig entscheide.

Es wird erwartet, dass Eisenmann dann ihr Konzept für die Öffnung vorstellt. Die Gruppen und Klassen sollen halbiert werden. In den Grundschulen gilt keine Präsenzpflicht.

(dpa/lsw)

Grünen-Fraktionschef will neues Corona-Hilfspaket für Nahverkehr

10:37
27.01.2021
Baden-Württembergs Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz hat eine weitere Corona-Überbrückungshilfe für den öffentlichen Nahverkehr ins Spiel gebracht. Diese müsse eine Erstattung der Elternbeiträge für die Schülerabos sowie einen Rettungsschirm für den Busverkehr in den nächsten Monaten umfassen, sagte Schwarz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. «Denn wir werden auch nach der Coronakrise auf einen funktionierenden öffentlichen Verkehr angewiesen sein.» Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) werde nun ein Konzept erstellen. Der Lockdown gilt seit dem 16. Dezember, die meisten Schulen sind seitdem geschlossen.

Das Land hatte schon nach dem ersten Lockdown im Frühjahr ein solches Paket geschnürt, in dem auch Schülertickets erstattet wurden. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte ebenfalls schon darauf gedrungen, die Eltern bei den Schülerabos zu entlasten. Am Dienstag war bekannt geworden, dass Land und Kommunen wie im Frühjahr die Kita-Gebühren für die Zeit des Lockdowns erstatten wollen.

(dpa)

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