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Heilbronn weiter mit höchstem Inzidenzwert

17:58
02.02.2021
In Baden-Württemberg liegen immer noch dieselben sechs Regionen über der Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. In Pforzheim, den Landkreisen Waldshut und Tuttlingen sowie im Ortenaukreis und im Alb-Donau-Kreis überschritt die Sieben-Tage-Inzidenz auch am Dienstag (Stand: 16.00 Uhr) diese Marke, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Den höchsten Wert verzeichnete Heilbronn mit 173,8.

32 Stadt- und Landkreise liegen über dem Grenzwert von 50 gemeldeten Fällen pro 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Die landesweite Sieben-Tage-Indizenz sank weiter auf 70,2. Zwischenzeitlich sind dem Landesgesundheitsamt laut Mitteilung 394 Fälle mit Virusvarianten aus 32 Stadt-und Landkreisen übermittelt worden.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle stieg im Vergleich zum Vortag um 1121 auf insgesamt 295 282. 45 weitere Menschen sind am Coronavirus gestorben, bisher also 7210; als genesen gelten 262 390. Die Politik strebt einen Inzidenz-Wert von 50 an, damit Gesundheitsämter die Kontakte von Infizierten wieder verfolgen können.

(dpa/lsw)

Mehr als zehn Millionen Impfungen in Großbritannien

17:55
02.02.2021
In Großbritannien sind mittlerweile mehr als zehn Millionen Corona-Impfdosen verabreicht worden. 9,65 Millionen Menschen haben eine erste Impfdosis erhalten, knapp 500 000 auch bereits die zweite, wie aus offiziellen Zahlen der Regierung von Dienstag hervorgeht. Damit hat fast jeder siebte Bürger in Großbritannien schon eine erste Impfdosis erhalten. Bis Mitte Februar will die Regierung allen gefährdetesten Gruppen - das sind rund 15 Millionen Bürger - eine erste Corona-Impfung angeboten haben.

Bei der Zahl der Erstgeimpften kommt Großbritannien schnell voran, da es die zweite Dosis auf zwölf Wochen nach der ersten verzögert - anders als etwa von Biontech/Pfizer empfohlen. Außerdem ist das Land weniger von Lieferproblemen betroffen als EU-Länder.

(dpa)

Tübingens OB Palmer fordert Notzulassung für Curevac-Impfstoff

17:39
02.02.2021
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) setzt sich dafür ein, dass der Impfstoff des Tübinger Unternehmens Curevac per Notfallzulassung auf den Markt kommt. Wegen der Impfstoff-Knappheit sei eine rasche Genehmigung nötig.

«Wenn man politisch eingreifen will, sollte man sich die Frage der Zulassung noch mal anschauen. Ich würde dafür plädieren, dass der Curevac-Impfstoff eine Notzulassung bekommt, dann haben wir ihn vier oder sechs Wochen früher zur Verfügung», sagte Palmer dem Fernsehsender phoenix am Dienstag. Der Impfstoff von Curevac sei genauso sicher und durchgetestet wie andere Impfstoffe.

Das Pharma-Unternehmen zeigte sich offen für Gespräche über eine Notfallzulassung. «Alle Entscheidungen über eine Notfallzulassung trifft das Paul-Ehrlich-Institut, wir würden uns Gesprächen darüber natürlich nicht verschließen», sagte Curevac-Sprecher Thorsten Schüller der «Schwäbischen Zeitung» (Mittwoch).

Der Impfstoff wird derzeit noch entwickelt. Er basiert wie die Impfstoffe von Biontech und Moderna auf sogenannter «messenger RNA» (Boten-RNA). Curevac hofft, seinen Corona-Impfstoff noch in diesem Sommer einsetzen zu können.

Die EU-Kommission steht in der Kritik, weil Impfstoff in der EU knapp ist und bisher prozentual weit weniger Menschen immunisiert wurden als etwa in Großbritannien oder Israel. Das liegt zum Teil daran, dass die Mittel in der EU eine Marktzulassung statt nur eine Notfallzulassung bekommen sollen - und das dauert länger. So hat die Impfkampagne später begonnen. In der EU zugelassen sind derzeit Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca.

Zwei weitere Hersteller - Johnson&Johnson und Novavax - stehen in den Startlöchern und könnten eine EU-Zulassung bekommen.

(dpa/lsw)

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