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Auch Spanien schränkt Einreisen aus Brasilien und Südafrika ein

17:16
02.02.2021
Nach Deutschland und anderen Ländern Europas schränkt nun auch Spanien die Einreisen aus den Corona-Risikoländern Südafrika und Brasilien ein. Die Maßnahme trete am Mittwoch in Kraft und gelte zunächst für zwei Wochen, teilte Regierungssprecherin María Jesús Montero am Dienstag in Madrid mit.

Von der Einreisesperre nicht betroffen sind demnach Staatsbürger von Spanien und Andorra sowie Menschen, die in Spanien oder Andorra ihren Hauptwohnsitz haben. Zudem dürfen Reisende, die auf einem spanischen Flughafen den internationalen Transitbereich nicht verlassen und deren Endreiseziel außerhalb des Schengen-Raums liegt, ebenfalls weiterhin Maschinen nach Spanien besteigen.

Flugreisende aus Großbritannien, das ebenfalls eine ansteckendere Variante des Virus Sars-CoV-2 aufweist, lässt Spanien bereits seit dem 22. Dezember bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr ins Land.

Spanien gehört inzwischen, wie bereits im Frühjahr 2020, wieder zu jenen Ländern Europas, die am schwersten von der Pandemie betroffen sind. Nach Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich in dem Land mit rund 47 Millionen Einwohnern zuletzt binnen 14 Tagen 1026 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus an. Unter den 30 erfassten Ländern steht nur Portugal mit 1429 schlechter da. Für Deutschland liegt der Wert bei 265. Die Landgrenze zwischen Portugal und Spanien ist seit Sonntag weitgehend geschlossen. 

(dpa)

Merkel bittet Bürger: Müssen noch eine Weile durchhalten

17:15
02.02.2021
Trotz sinkender Corona-Infektionszahlen macht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Bürgern keine Hoffnung auf eine schnelle Lockerung der Beschränkungen. Sie bitte alle Menschen, «noch eine Weile durchzuhalten», sagte Merkel am Dienstag in der ARD-Sendung «Farbe bekennen». Zwar gebe es jetzt bundesweit eine Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. «Das ist eine gute Leistung, da waren wir lange nicht. Aber damit haben wir noch nicht wieder die Kontrolle über das Virus durch die Gesundheitsämter.»

Daran müsse weiter gearbeitet werden, betonte Merkel. Lockerungen werde es aber nicht erst geben, wenn alle Bürger geimpft seien. «Das ist nicht der Weg, den wir anstreben.» Die Kanzlerin rief die Menschen dazu auf, mit der Einstellung an das Problem heranzugehen, man könne das Virus besiegen, indem man ihm nicht die Bedingungen gebe, um Menschen zu infizieren. Das bedeute, Abstand zu halten und wirklich vorsichtig zu sein. «Wenn wir das noch eine Weile durchhalten, dann wird es besser werden.»

(dpa)

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