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20210111152145

Handelsverband zufrieden mit Click&Collect-Neustart im Südwesten

14:22
11.01.2021
Der Handelsverband Baden-Württemberg zeigt sich zufrieden mit dem Neustart des coronabedingt zwischenzeitlich verbotenen Click&Collect-Geschäfts für stationäre Einzelhändler. Seit Montag dürfen die allermeisten Betriebe im Südwesten ihre Waren wieder vor Ort von Kunden abholen lassen, wenn deren Bestellungen zuvor beispielsweise telefonisch oder online erfolgt sind. Der erste Tag mit diesen Angeboten sei gut angelaufen, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes, Sabine Hagmann, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Zu den größten Profiteuren zählen nach Angaben des Verbandes Buchhandlungen oder Elektrogeschäfte.

Bis zuletzt waren den allermeisten Händlern im Südwesten Abholangebote im Zuge des Lockdowns untersagt worden, auch um über Weihnachten und in der ersten Januarwoche lange Schlangen vor Geschäften und somit zusätzliche Kontakte zu vermeiden. Händler durften ihre Waren nur noch selber liefern oder liefern lassen. Zuletzt hatte das Land die Corona-Verordnung aber auch auf Druck des Branchenverbandes so geändert, dass der Click&Collect-Service seit Montag wieder erlaubt ist.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hatte sich stets für Abholangebote ausgesprochen, konnte sich mit diesem Anliegen innerhalb der Landesregierung zunächst aber nicht durchsetzen. Vor Weihnachten war es deshalb auf offener Bühne zum Streit mit Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) gekommen.

(dpa/lsw)

Curevac-Studie an Affen: Impfstoffkandidat schützt Lunge komplett

13:41
11.01.2021
Studien an Rhesusaffen belegen laut dem Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac eine hohe Wirksamkeit des hauseigenen Impfstoffkandidaten CVnCoV. Die Primaten seien in der Untersuchung zweimal innerhalb von 28 Tagen mit einer Dosis von je acht Mikrogramm CVnCoV geimpft worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Nach einer Belastungsinfektion mit SARS-CoV-2 seien sie vor dem Virus geschützt gewesen.

Die Tiere hätten eine verringerte virale Belastung in den oberen Atemwegen (Nase und Rachen) gezeigt. Die unteren Atemwege (Lunge) seien vollständig geschützt gewesen. «In diesem Bereich war das Virus nicht nachweisbar», sagte Mariola Fotin-Mleczek, für Technologie zuständiges Vorstandsmitglied des Unternehmens.

Der vollständige Schutz der Lungen von geimpften Tieren zeigt laut Fotin-Mleczek das Potenzial von CVnCoV, Menschen vor der verheerenden Wirkung des Virus zu schützen. «Es ermutigt uns sehr, dass CVnCoV seine Wirkung bereits bei einer geringen Dosis entfaltet. Die Menge ist sogar noch geringer als die Dosis, mit der wir derzeit in der zulassungsrelevanten klinischen Studie testen.» In der laufenden Phase III von Curevac wird Probanden eine Dosis von zwölf Mikrogramm verabreicht. In dieser letzten klinischen Phase vor der Zulassung geht es darum, die Sicherheit und Wirksamkeit bei Erwachsenen an Standorten in Europa und Lateinamerika zu prüfen. Der Impfstoff CVnCoV basiert auf mRNA - wie die bereits in der EU zugelassenen Produkte von Biontech/Pfizer und Moderna.

Das Material für die klinischen Studien wird in Tübingen bereitgestellt. Um eine breit angelegte Produktion von CVnCoV für eine potenzielle kommerzielle Lieferung zu ermöglichen, werden die Herstellungskapazitäten laut Curevac derzeit europaweit erweitert. Mit ersten Ergebnissen der Studie mit mehr als 35 000 Teilnehmern rechnet Curevac Ende des ersten Quartals 2021.

(dpa/lsw)

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