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EMA: Entscheidung über Zulassung von Impfstoff am 21. Dezember

13:33
15.12.2020
Der Corona-Impfstoff der Unternehmen Pfizer und Biontech könnte bereits vor Weihnachten auch in der EU zugelassen werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will dafür den Weg freimachen. Bereits am 21. Dezember werde sie ihr Gutachten über die Zulassung des Impfstoffes der Pharmaunternehmen aus den USA und Mainz vorlegen, kündigte die Behörde am Dienstag in Amsterdam an. Das sind acht Tage früher als geplant. Es gilt als so gut wie sicher, dass die EMA grünes Licht geben wird. Formell muss dann noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache und könnte auch innerhalb eines Tages erfolgen. Damit wäre der Weg frei für Massen-Impfungen in allen EU-Mitgliedsstaaten.

Es würden keine Abstriche bei den Sicherheits-Standards gemacht, betonte die EMA. «Eine Markt-Zulassung stellt sicher, dass Covid-19-Impfstoffe dieselben hohen EU-Standards erfüllen, die für alle Impfstoffe und Medikamente gelten.»

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt auf einen baldigen Start von Impfungen gegen das Coronavirus. Er sei optimistisch, dass der Impfstoff am 23. Dezember zugelassen werde. Dies sei «eine gute Nachricht für die Europäische Union», sagte er. Ziel sei es, in Deutschland noch vor dem Jahreswechsel mit dem Impfen zu beginnen.

Während der Impfstoff bereits in Großbritannien, den USA und Kanada mit einer Not-Zulassung auf dem Markt ist, wird in der EU noch auf grünes Licht von der EMA gewartet. Die Behörde überprüft bereits seit Wochen in dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren die klinischen und wissenschaftlichen Daten der Hersteller. «Wir arbeiten rund um die Uhr für die Zulassung des ersten Covid-19-Impfstoffes», sagte EMA-Direktorin Emer Cooke. Zunächst hatte die EMA erklärt, dass das Verfahren spätestens am 29. Dezember abgeschlossen sei. Doch das wird nun um acht Tage vorgezogen.

(dpa)

Vor Lockdown Ansturm auf Friseursalons

13:33
15.12.2020
Lange Schlangen vor den Salons und Akkordschichten bis 24.00 Uhr: In den letzten Stunden vor dem bundesweiten Lockdown können sich die Friseursalons laut Verbandsangaben «vor Nachfrage kaum retten». «Das zeigt mal wieder die soziale Relevanz unserer Dienstleistungen», sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, am Dienstag. Schon im Frühjahr sei das Interesse der Kundinnen und Kunden bemerkenswert gewesen, als die Salons nach sechs Wochen wieder öffnen durften.

Am Sonntag hatten Bund und Länder einen harten Lockdown ab dem 16. Dezember beschlossen - neben vielen Geschäften müssen auch Dienstleister wie Friseure zunächst bis zum 10. Januar schließen.

Der Dezember ist für Friseure laut Müller normalerweise der umsatzstärkste Monat des Jahres, weil sich kurz vor den Feiertagen noch mal viele Menschen die Haare schneiden lassen. Er glaube aber nicht, dass Friseure die Not ihrer Kunden am Dienstag ausnutzten und Wucherpreise verlangten: «Wir wollen unsere Kunden schließlich halten und hoffentlich im neuen Jahr rasch wiedersehen - am besten am 11. Januar», sagte Müller. Er gehe auch davon aus, dass sich die allermeisten Friseure an das Verbot hielten und den Kunden im Lockdown auch nicht zu Hause die Haare schneiden würden.

«Die große, überwiegende Mehrheit der Friseure ist solidarisch mit ihren Kollegen und solidarisch, was die Sicherheit ihrer Kunden angeht», sagte er. Gleiches gelte für die Verbraucher - die meisten hätten Verständnis, dass die Salons schließen müssten, um einen weiteren Anstieg der Corona-Fallzahlen zu verhindern.

(dpa)

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