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Bildungsverband VBE fordert frühere Impfungen für Lehrkräfte

13:32
15.12.2020
Lehrkräfte sollten nach Ansicht des Landesverbands Bildung und Erziehung (VBE) früher geimpft werden. Der Lehrerverband fordert von der Kultusministerkonferenz, sich für einen Platz auf der dritten Stufe in der Impf-Reihenfolge der Ständigen Impfkommission einzusetzen. Bislang seien Lehrer in der vierten von sechs Stufen eingeordnet. «Nur gesunde Kolleginnen und Kollegen können unterrichten, kranke nicht. Wer an offenen Schulen interessiert ist, muss die Lehrerinnen und Lehrer entsprechend schützen», sagte Landesverbandsvorsitzender Gerhard Brand am Dienstag in Stuttgart.

Weil zu Beginn noch nicht genug Impfstoff für alle verfügbar sein dürfte, sollen verschiedene Bevölkerungsgruppen bevorzugt geimpft werden. Der finale Entwurf der Impfkommission ist nach Angaben einer Sprecherin des Robert Koch-Instituts noch nicht veröffentlicht. In Medienberichten war jedoch bereits die Rede von sechs Kategorien. 80-Jährige gehörten demnach etwa zur ersten Gruppe.

Der Lehrerverband rechnet zudem mit keiner positiv veränderten Infektionslage im Südwesten bis Mitte Januar. Brand forderte bei niedrigeren Infektionszahlen im neuen Jahr klare Regeln, die über Präsenz- und Wechselunterricht entscheiden. Der Verband möchte eine Grenze bei einem Inzidenzwert von 50 setzen. Oberhalb des Wertes sollen Schulen in den Wechselunterricht gehen, darunter darf Präsenzunterricht stattfinden. In einer Umfrage vor der Ankündigung der Schulschließungen vor Weihnachten unter 1074 Mitgliedern des VBE-Landesverbands sprachen sich 586 Lehrer für Präsenzunterricht aus. 488 Lehrkräfte bevorzugten Wechselunterricht.

(dpa/lsw)

Merkel: Einschränkungen dienen dem Schutz vulnerabler Gruppen

13:04
15.12.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat daran erinnert, dass die Einschränkungen in der Corona-Pandemie dem Schutz vulnerabler Gruppen dienen. Menschen aus der Risikogruppe dürften nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden, damit «wir unseren Einkaufsbummel machen können» und ungestört dem gewohnten Lebensrhythmus nachgehen können, sagte Merkel am Dienstag bei einem Online-Gespräch mit Studenten in Berlin.

Natürlich müssten Menschen mit Vorerkrankungen und Ältere mehr geschützt werden als andere. Das bedeute aber nicht, dass man sie wegsperre oder ihnen sage, dass sie «schön Zuhause» bleiben sollen. «Letztlich ist der Bogen vom Geborenwerden bis zum Sterben einer, der von der Gesellschaft ernst genommen werden muss», sagte sie. Da gelte es, klar Stellung zu beziehen.

(dpa)

EU-Politiker Liese: Impfstoff-Zulassung vor Weihnachten möglich

13:01
15.12.2020
Die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech in der Europäischen Union könnte nach Angaben des CDU-Europapolitikers Peter Liese noch vor Weihnachten kommen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA habe offenbar den Termin der entscheidenden Sitzung vom 29. Dezember vorgezogen, erklärte der Gesundheitspolitiker am Dienstag in Brüssel unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise. «Wenn jetzt nichts mehr schiefgeht, wird der Impfstoff für Deutschland und die EU ein Weihnachtsgeschenk.»

Die EMA gibt nach Prüfung der Testergebnisse zum Impfstoff eine Empfehlung ab, ob ein Impfstoff eine bedingte Marktzulassung erhalten soll. Die eigentliche Zulassung für die EU folgt dann durch die EU-Kommission nach Rücksprache mit den EU-Ländern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte am Dienstag erklärt, man dürfe optimistisch sein, dass eine Impfstoff-Zulassung am 23. Dezember erfolgen könne, sagte der CDU-Politiker mit Verweis auf entsprechende Medien-Informationen am Dienstag in Berlin.

(dpa)

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