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20201208115702

Wegen Impfzentrum: Tübinger Basketballer finden neue Halle

11:03
08.12.2020
Aufgrund der geplanten Umfunktionierung der eigenen Halle in ein Corona-Impfzentrum haben die Basketballer der Tigers Tübingen eine neue Arena für ihre Heimspiele gefunden. Ab Mitte Januar kann der Zweitligist seine Partien in der Rottenburger Volksbank-Arena ausrichten, wie der Club am Dienstag mitteilte. «Wenn wir hier nun den Tigers helfen können, möchten wir dies gerne tun, sprich eine Nachbarschaftshilfe von Stadt zu Stadt leisten», sagte Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher. Ab dem 14. Dezember wird den Tübingern die heimische Paul-Horn-Arena wegen der Einrichtung eines Impfzentrums vorerst nicht mehr zur Verfügung stehen.

(dpa/lsw)

Studie: Zahl der Insolvenzen im Südwesten trotz Corona rückläufig

10:58
08.12.2020
Weniger Firmenpleiten trotz Corona-Krise: Ungeachtet wirtschaftlicher Turbulenzen durch die Pandemie ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Südwesten einer Studie zufolge im laufenden Jahr rückläufig. Baden-Württemberg kommt nach Berechnungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform gemessen an den Insolvenzen pro 10 000 Unternehmen auf 38 Fälle. Im Vorjahr waren es noch 41.

Im Vergleich der 16 Bundesländer hat Baden-Württemberg damit den drittniedrigsten Wert. Die meisten Firmenpleiten je 10 000 Unternehmen gibt es den am Dienstag veröffentlichten Daten der Auskunftei zufolge in Bremen (98 Fälle), auf den zweithöchsten Wert kommt Berlin (78). Die niedrigste Insolvenzquote weist wie schon im Vorjahr Thüringen auf (30), dahinter folgt Brandenburg (36).

Bundesweit werden nach einer Hochrechnung von Creditreform auf Basis der November-Daten im Gesamtjahr 2020 insgesamt 16 300 Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Das wären 13,4 Prozent weniger als 2019 und es wäre der niedrigste Stand seit 1993 (15 150). Staatliche Hilfsgelder und Erleichterungen im Insolvenzrecht haben die Lage im laufenden Jahr vielerorts entspannt, Ökonomen gehen aber von deutlich steigenden Pleitezahlen 2021 aus.

Die Zahl der Insolvenzen wird von mehreren Anbietern erfasst. Amtliche Zahlen für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht das Statistische Bundesamt voraussichtlich im März.

(dpa/lsw)

Scholz: Werden aus dieser Krise herauswachsen

10:57
08.12.2020
Finanzminister Olaf Scholz (SPD) setzt darauf, dass Deutschland durch Wirtschaftswachstum aus der Corona-Krise und den hohen Schulden rauswachsen wird. Das werde aber nur funktionieren, wenn in die richtigen Zukunftsfelder investiert werde, etwa in eine CO2-neutrale Wirtschaft sowie technologischen und digitalen Fortschritt, sagte der Vizekanzler am Dienstag in der Haushaltsdebatte im Bundestag. «Wir können und müssen auf alle Fälle darauf setzen, dass unsere Wirtschaft in Deutschland wächst.»

Scholz verteidigte seinen Etat mit erneut hohen Schulden für das kommende Jahr. Der Staat habe eine große Herausforderung zu bewältigen und stehe in der Verantwortung, betonte er. «Wir müssen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger beschützen.» Mit den massiven Hilfsprogrammen habe die Bundesregierung zugleich dazu beigetragen, dass Deutschland wirtschaftlich und sozial besser durch die Krise komme, als viele vorhergesagt hätten. «Wir haben diesen Weg eingeschlagen und werden ihn auch fortführen», kündigte Scholz an.

Der Etat für 2020 ist geprägt von der Corona-Krise. Er wird zu mehr als einem Drittel aus Schulden finanziert. Unter dem Strich stehen Ausgaben von fast einer halben Billion Euro. Zur Bewältigung der Krise will Scholz rund 180 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen und dafür wieder die Schuldenbremse im Grundgesetz aussetzen.

(dpa)

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