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20201208105805

Biontech-Gründer Ugur Sahin wartet mit Impfung, bis er dran ist

10:57
08.12.2020
Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin hat sich noch nicht mit dem von seinem Unternehmen entwickelten Corona-Impfstoff impfen lassen. «Wir haben ja noch keine Zulassung für Deutschland. Aber sobald sie da ist, würde ich das natürlich gerne machen», sagte er am Dienstag in einem Interview von RTL/ntv. Für seine Mitarbeiter und ihn gälten aber keine Ausnahmen. «Auch wir halten uns an die Vorgaben, für welche Personengruppen der Impfstoff zuerst vorgesehen ist, da machen wir bei uns selbst keine Ausnahme. Falls wir eine Möglichkeit haben, Mitarbeiter zu impfen, weil sie eine systemrelevante Arbeit leisten, dann würden wir das natürlich sehr schnell und sehr gerne machen.»

In Großbritannien ist am Dienstag mit Corona-Impfungen begonnen worden, die britischen Behörden hatten für den Impfstoff von Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Für die EU und die USA steht eine solche Zulassung noch aus. Sahin sagte, er gehe davon aus, dass das Unternehmen bis spätestens zum 30. Dezember Rückmeldung der Europäischen Arzneimittel-Agentur zu einer Impfstoff-Zulassung erhalte. Im Fall einer Zulassung könne es dann ganz schnell gehen: «Wir produzieren jetzt schon und haben Impfstoffe vorliegen. Im Grunde könnten wir direkt einen Tag später anfangen, auszuliefern.»

(dpa)

Grütters will neue Milliarde für Kultur in Corona-Krise

10:56
08.12.2020
Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat sich nach ersten Stützungsmaßnahmen für neue Milliarden-Hilfen für die Kultur in der Corona-Krise ausgesprochen. «Ein Großteil der Programme ist weit überzeichnet», sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin. «Wir brauchen vermutlich mindestens doppelt soviel Geld, zumal die eine Milliarde Euro eine Antwort auf die ersten Schließungen im Frühjahr war, bei der wir den zweiten, deutlich längeren Lockdown noch gar nicht eingepreist hatten.»

Der Bund hatte im Sommer für die Kultur ein eigenes Programm in Höhe von einer Milliarde Euro aufgelegt. In der aktuellen Situation sind Kulturschaffende auf allgemeine Unterstützung mit den Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern angewiesen.

(dpa)

Bitkom-Umfrage: Berufstätige sehen Homeoffice überwiegend positiv

10:55
08.12.2020
Berufstätige machen im coronabedingten Homeoffice einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge überwiegend positive Erfahrungen - und möchten auch nach der Pandemie flexibel arbeiten. Laut Bitkom arbeitet derzeit jeder Vierte (rund 10,5 Millionen) ausschließlich von Zuhause, wie der Verband am Dienstag bei Veröffentlichung der Umfrage mitteilte. Auf weitere 20 Prozent der Erwerbstätigen trifft das zumindest teilweise zu.

Wie aus den Umfrageergebnissen hervorgeht, schätzt rund jeder Vierte seine Produktivität im Homeoffice deutlich höher ein, jeder Dritte etwas höher. Ein weiteres Drittel meint, dass die Produktivität im Vergleich zur Büroarbeit konstant ist. Rund 9 Prozent gaben an, zuhause etwas oder deutlich weniger produktiv zu arbeiten. Die Arbeitszufriedenheit im Homeoffice ist für jeden Fünften deutlich höher und für jeden Vierten etwas höher. Rund 20 Prozent sind weniger zufrieden, ein Drittel sieht keine Unterschiede zur Büroarbeit.

Acht von zehn empfinden weniger Stress, da der Arbeitsweg entfällt. Sechs von zehn bemerken eine generell bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Weitere genannte Vorteile sind die Möglichkeit eines gesundheitsbewussteren Lebensstils und weniger Störungen durch Kollegen. Mehr als die Hälfte beklagt hingegen weniger Kontakt mit Kollegen. Für jeden Fünften ist es auch ein Problem, weniger Kontakt mit Vorgesetzten zu haben. Wer nicht im Homeoffice arbeitet, obwohl er dies dürfte, nennt dafür als Hauptgrund eine mangelhafte technische Infrastruktur.

Mit Blick auf die Arbeitszeit sagt gut die Hälfte, dass sich im Homeoffice nichts ändert. 13 Prozent schätzen sie deutlich höher ein, weitere 22 Prozent etwas höher. «Eine der größten Herausforderungen für die Arbeit im Homeoffice ist die Abgrenzung von Beruflichem und Privatem. Hierbei helfen klare Regeln und Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer», sagte Bitkom-Präsident Achim Berg.

Nach Bitkom-Berechnungen werden auch nach Ende der Corona-Pandemie sehr viel mehr Menschen im Homeoffice arbeiten als zuvor. Mehr als jeder Dritte werde den Arbeitsort flexibel wählen. Vor der Pandemie war Homeoffice den Angaben zufolge eher die Ausnahme. Lediglich 3 Prozent der Berufstätigen (1,4 Millionen) arbeiteten ausschließlich im Homeoffice, weitere 15 Prozent (6,3 Millionen) teilweise.

(dpa)

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