Sollte Biden Georgia für sich entscheiden, läge er mit 269 Wahlleuten einen Punkt unter den benötigten 270.
Rein theoretisch wäre es dann möglich, dass beide Kandidaten jeweils 269 Wahlmänner für sich entscheiden und es zu einer Pattsituation kommt.
Dafür müsste Trump jedoch alle restlichen Staaten - Pennsylvania (20), North Carolina (15), Nevada (6), Arizona (11) und Alaska (3), sowie eine zusätzliche Wahlperson aus den Staaten Maine oder Nebraska -
für sich entscheiden. In Maine und Nebraska gehen, im Gegensatz zu den anderen Staaten, nicht automatisch alle Wahlleute an den gleichen Kandidaten.
Im Falle einer Pattsituation würde das US-Repräsentantenhaus den nächsten Präsidenten bestimmen, während der Senat den Vizepräsidenten wählt. Würde das Haus demokratisch und der Senat republikanisch bleiben,
würde Joe Biden Präsident werden und der Republikaner Mike Pence bliebe Vizepräsident.
Eine Pattsituation gab es zuletzt im Jahr 1800, als die beiden Günderväter Thomas Jefferson und John Adams gegeneinander antraten. Thomas Jefferson besiegte schließlich den amtierenden Präsidenten John Adams.
Sarah Cames