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20210111173548

Biden könnte die Führung in Georgia übernehmen

17:40
05.11.2020
Stand 18 Uhr luxemburgischer Zeit liegt Präsident Donald Trump in Georgia (16) mit einer dünnen Mehrheit von 49,5 Prozent zu 49,2 Prozent vor seinem demokratischen Herausforderer. Im Laufe der Nacht sollen die ausstehenden 60.000 Stimmen ausgezählt werden - Bidens Chancen auf einen Sieg im "Peach State" stehen trotz seines derzeitigen Rückstands nicht schlecht.

Von den 60.000 ausstehenden Wahlzetteln gehen rund 43.000 auf nur vier Counties zurück, die allesamt in der bisherigen Tendenz für Biden gestimmt haben:
  • Chatham County: 17.000 Stimmen ausstehend, 57,6 Prozent für Biden
  • Fulton County: 11.200 Stimmen ausstehend, 72,5 Prozent für Biden
  • Clayton County: 6000 Stimmen ausstehend, 84,9 Prozent für Biden
  • Gwinett County: 7000 Stimmen ausstehend, 58,3 Prozent für Biden

Sollten diese Counties ihre bisherigen Tendenzen beibehalten, dann lägen zwischen Trump und Biden nur noch knapp über 700 Stimmen. Mit einem Sieg in Georgia läge Trump bei 229 Wahlleuten. Um auf 270 zu kommen, müsste er beispielsweise noch North Carolina (15), Pennsylvania (20) und Nevada (6) gewinnen. Ginge Georgia an Biden, wäre er bei 269 Wahlleuten und müsste lediglich noch einen zusätzlichen Staat gewinnen.

Sarah Cames

OSZE-Beobachter sehen keine Unregelmäßigkeiten bei US-Wahl

16:45
05.11.2020
Die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa haben bei der US-Wahl bisher keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die OSZE ist mit 102 Wahlbeobachtern aus 39 Ländern in den USA im Einsatz. Auch drei Abgeordnete aus Luxemburg sind mit der OSZE in den USA vor Ort.

 Man habe „keinerlei Hinweise auf systemische Probleme finden können“ und eine „außerordentlich professionelle Handhabung der Flut von Briefwahlstimmen erlebt“, sagte der Leiter der OSZE-Mission, Michael Georg Link, der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Freitag). „Trumps Manipulationsvorwürfe sind haltlos.“

Am Donnerstagabend luxemburgischer Zeit twitterte Trump, er werde die letzten Staaten, die für Biden ausgerufen wurden, anfechten, und wiederholte seinen Vorwurf von Wahlbetrug. "Es gibt genügend Beweise - seht euch bloß die Medien an. WIR WERDEN GEWINNEN! America First!", twitterte der Präsident.

Sarah Cames