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20201027154716

Gastgewerbe warnt vor Kollaps - Umsatzeinbruch in Reisebranche

14:33
27.10.2020
Vor den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie haben Gastgewerbe und Tourismusbranche vor neuen Schließungen gewarnt. «Es kann nicht sein, dass wir wieder die Leidtragenden sind», sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Guido Zöllick am Dienstag. «Einem Drittel der 245 000 Betriebe droht bei einer erneuten Schließung das Aus.» Die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigten, dass Hotellerie und Gastronomie kein relevantes Infektionsgeschehen aufwiesen. Wenn die Branche zeitweise geschlossen werde, müssten die politisch Verantwortlichen «schnell und vollumfänglich für den Schaden aufkommen», forderte Zöllick.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) rechnet für den Zeitraum von März bis zum Jahresende mit einem Umsatzeinbruch von mehr als 28 Milliarden Euro bei Reiseveranstaltern und Reisebüros. Das entspreche einem Rückgang von rund 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. «Durch Reisebeschränkungen und Quarantänevorschriften erlebt die Reisewirtschaft bereits jetzt einen zweiten Lockdown», kritisierte der Verband. DRV-Präsident Norbert Fiebig forderte eine entsprechende wirtschaftliche Unterstützung der Branche. Um auf die Lage der Unternehmen aufmerksam zu machen, ist für diesen Mittwoch gemeinsam mit der Veranstaltungswirtschaft eine Kundgebung in Berlin geplant.

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) warnte: «Wenn Restaurants dicht gemacht und Veranstaltungen verboten würden, würden einmal mehr insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen der Tourismusbranche grundlos zum Bauernopfer der Pandemiepolitik.»

(dpa)

AfD hält neue Corona-Einschränkungen für nutzlos

14:23
27.10.2020
Die AfD-Bundestagsfraktion will sich mit aller Kraft gegen einen Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus stemmen. Das kündigte ihr Vorsitzender Alexander Gauland am Dienstag an - einen Tag vor geplanten Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten. «Der immense Schaden steht in keinem Verhältnis zum nicht nachweisbaren Nutzen», sagte Gauland.

Die Verantwortlichen versuchten ihre Hilflosigkeit angesichts von «saisonbedingt steigenden Fallzahlen» mit «immer drastischeren Forderungen» zu kaschieren, kritisierte der 79-Jährige. Dies sei nichts weiter als ein «gefährlicher Aktionismus», der großen wirtschaftlichen Schaden anrichten würde.

(dpa)

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