Letztes Update:
20201027142339

DEB rechnet mit Deutschland Cup ohne Zuschauer und hohem Verlust

13:57
27.10.2020
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) plant für den Deutschland Cup mit leeren Rängen und will für die Austragung nach eigenen Angaben einen hohen finanziellen Verlust in Kauf nehmen. «Wir rechnen nicht mit der Zulassung von Zuschauern beim Deutschland Cup. Die Genehmigung zur Austragung des Turniers liegt uns aufgrund des Infektionsgeschehens auch nur ohne Publikum vor», sagte DEB-Präsident Franz Reindl am Dienstag mit Blick auf das Turnier vom 5. bis 8. November in Krefeld. «Wir sehen übergeordnet ganz klar den sportlichen Wert und nicht die finanzielle Last, obwohl der Verlust ohne Zuschauer für uns im sechsstelligen Bereich liegen wird.»

Für die Vereine und Verbände im Eishockey werden die nächsten Monate «so oder so sehr schwierig», sagte der 65-Jährige zudem auf die Frage möglicher weiterer Einschränkungen bei den generell zugelassenen Zuschauerzahlen. Derzeit gilt eine zulässige Zuschauerkapazität von maximal 20 Prozent.

Für den Deutschland Cup muss sich der DEB nach mehreren Absagen mit Alternativplänen befassen. Derzeit steht lediglich Lettland als internationaler Gegner fest. Möglich ist, dass vom traditionellen Viererformat abgewichen werden muss und eine deutsche Perspektivmannschaft für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking teilnimmt.

(dpa)

Eisenmann: Strobls Lockdown-Vorschlag ist «nicht verhältnismäßig»

13:02
27.10.2020
In der Debatte über einen radikalen Lockdown bekommt der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) für seinen jüngsten Vorschlag auch Gegenwind aus den eigenen Reihen. «Unser Land in einen kompletten Lockdown zu versetzen und alles dichtzumachen und herunterzufahren, hätte nicht nur wirtschaftlich, sozial und bildungspolitisch verheerende Folgen», sagte die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im März, Kultusministerin Susanne Eisenmann. «Es wäre derzeit auch nicht verhältnismäßig.» Das Land müsse «zielgerichtet agieren und reagieren».

Ein einwöchiger sogenannter Lockdown (englisch wörtlich für: Ausgangssperre) hätte nach Eisenmanns Überzeugung nur einen kurzen, zeitweisen Effekt. «Das Virus verschwindet deshalb ja nicht», sagte Eisenmann am Dienstag in Stuttgart. Es müsse das oberste Ziel bleiben, Schulen und Kitas, Betriebe und Einzelhandel grundsätzlich offen zu halten. Einschränkungen dürfe es nur dort lokal und zeitweise geben, wo Hotspots bei den Infektionen auftreten.

Strobl hatte zuvor einen gut einwöchigen Lockdown in Deutschland ins Spiel gebracht, sollte sich die Lage verschärfen. «Wenn die Zahlen sich weiter so entwickeln, dann müssen wir Maßnahmen in den Blick nehmen, etwa, dass wir auch einmal für eine Woche alles dicht machen, dass von Freitag bis Sonntag die Woche drauf gar nichts mehr geht», sagte er dem Nachrichtenportal «ThePioneer» (Dienstag). Auf die Frage, ob die Schließung auch Schulen, Kitas und Geschäfte betreffen würde, sagte Strobl: «Alles heißt alles.» Das bedeute auch Einschränkungen im Grenzverkehr.

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen