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20201106132918

Weniger Klassen wegen Corona nicht mehr in Schulen

10:55
06.11.2020
Die Zahl der Schulklassen im Südwesten, die wegen Corona-Infektionen zu Hause bleiben müssen, ist im Laufe der ersten Woche nach den Herbstferien gesunken. Hatte das Kultusministerium für Dienstag noch 347 Klassen oder Gruppen gemeldet, waren es Stand Donnerstagnachmittag nur noch 279. An 50 der betroffenen 225 Schulen seien nur einzelne Schüler in Quarantäne oder Isolation, teilte eine Sprecherin am Freitag in Stuttgart mit.

Eine Schule war vollständig geschlossen, was einem Anteil von 0,02 Prozent entspricht. Zur Einordnung: In Baden-Württemberg gibt es rund 67 500 Klassen und etwa 4500 Schulen. Das Ministerium veröffentlicht täglich den aktuellen Stand auf seiner Internetseite.

Wie viele Schüler und Lehrer sich in häuslicher Isolation befinden, wird den Angaben nach nicht systematisch erfasst. Die Infektionslage und die Maßnahmen an den Schulen vor Ort seien sehr «dynamisch».

Der Statistik zufolge waren wochenlang im Oktober mehr Klassen und Gruppen aus dem sogenannten Präsenzbetrieb genommen worden. Der Spitzenwert betrug am 23. Oktober, dem letzten Tag vor den Ferien, 1022 Klassen an 473 Schulen. 15 Schulen waren ganz geschlossen. 

(dpa/lsw)

Über 200 Menschen mit von Nerzen stammender Corona-Variante infiziert

10:28
06.11.2020
In Dänemark haben sich seit Juni mindestens 214 Menschen mit einer ursprünglich bei Nerzen aufgetretenen Variante des Coronavirus infiziert. Das teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Freitag mit. 200 der Fälle wurden in der Region Nordjütland nachgewiesen. In dieser Region befinden sich besonders viele Nerzfarmen. Landesweit wurde Sars-CoV-2 bereits in 216 Zuchtanlagen gefunden.

Die dänische Regierung hatte am Mittwoch angeordnet, dass alle Nerze im Land - etwa 15 bis 17 Millionen Tiere - getötet werden sollen. Das sogenannte Cluster-5-Virus sei von den Tieren auf Menschen übertragbar, so das SSI. Es sei zwar wohl nicht gefährlicher, aber es bestehe das Risiko, dass die derzeit entwickelten Impfstoffe weniger gut gegen diese Variante wirken.

Die fortgesetzte Nerzzucht stelle während einer anhaltenden Corona-Pandemie ein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit dar, warnte das Gesundheitsinstitut. Eine hohe Anzahl von Nerzfarmen habe mehr Infektionen beim Menschen zur Folge und eine hohe Zahl infizierter Nerze erhöhe das Risiko für Virusmutationen, gegen die die derzeit entwickelten Impfstoffe eventuell nicht schützten.

In sieben Regionen in Nordjütland sind die Menschen nun aufgefordert, in ihren Kommunen zu bleiben. Der öffentliche Nahverkehr wird ab Montag eingestellt. Restaurants, Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen schließen. Betroffen von den Beschränkungen sind die Kommunen Hjørring, Frederikshavn, Brønderslev, Jammerbugt, Thisted, Vesthimmerland und Læsø.

(dpa)

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