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20201105130856

VfB will Nationalspieler reisen lassen

11:17
05.11.2020
Der VfB Stuttgart möchte seinen Spielern in der bevorstehenden Bundesliga-Pause trotz der derzeitigen Pandemielage die Reise zu ihren jeweiligen Nationalteams ermöglichen. «Wenn sie danach fünf bis 14 Tage in Quarantäne müssen und für unser nächstes Punktspiel gesperrt sind, geht das natürlich nicht», sagte Trainer Pellegrino Matarazzo am Donnerstag. «Mein Verständnis ist: Wenn man danach in Quarantäne muss, gibt es keine Abstellungspflicht. Deshalb gilt es, eine gute Kommunikation mit den Gesundheitsämtern herzustellen. Wir sind mit allen in Kontakt.» Er gehe davon aus, dass die Spieler reisen könnten. «Soweit ich weiß, gibt es nur noch einen oder zwei, bei denen wir Grünes Licht brauchen.»

Über die Anzahl der endgültigen Nominierungen will der VfB nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) informieren. Zuletzt waren sieben Profis der Schwaben mit ihren Nationalteams unterwegs - darunter die Leistungsträger Wataru Endo (Japan), Sasa Kalajdzic (Österreich) und Orel Mangala (Belgien U21).

(dpa/lsw)

Bundeswehr vergrößert Corona-Kontingent

10:44
05.11.2020
Die Bundeswehr wird weitere 1000 Soldaten für Hilfseinsätze in der Corona-Krise bereithalten. Das Gesamtkontingent wachse damit bis spätestens Ende November auf 16 000 Männer und Frauen, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationaler Territorialer Befehlshaber, am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Geprüft werde derzeit auch, weitere Soldaten für den Notfall als Reserve - wohl einige Tausend mehr - einzuplanen.

«Die zweite Welle ist offenkundig über Deutschland und Europa massiver hereingebrochen als von vielen erwartet bzw. erhofft», sagte Schelleis. Inzwischen seien 5600 Soldaten in der Corona-Hilfe gebunden, davon 4366 in den Hilfseinsätzen direkt im Einsatz. Amtshilfe werde in allen Bundesländern geleistet, derzeit vor allem in 255 von bundesweit 375 Gesundheitsämtern, aber auch mit mobilen Abstrichteams. In Alten- und Pflegeheimen seien 88 Soldaten im Einsatz.

In der Corona-Hilfe sei deutlich geworden, dass viele Deutsche bisher offenbar keinen Kontakt zu Bundeswehrsoldaten hatten und - so höre er es - erstaunt über Hilfsbereitschaft und Empathie seien. Das erstaune wiederum ihn selbst, und er frage sich, welches Bild wohl vorher vorgeherrscht habe, sagte Schelleis. Der Inspekteur erwartet eine steigende Nachfrage nach Amtshilfe in Gesundheitsämtern. Die Bundeswehr sei auch darauf eingestellt, eine mögliche bundesweite Impfkampagne logistisch zu unterstützen.

(dpa)

Chef des Landeselternbeirats fordert kleinere Klassen und mehr Lehrer

10:33
05.11.2020
Kleinere Klassen und mehr Lehrer fordert der Chef des Landeselternbeirats (LEB), Michael Mittelstaedt. «Die Krise hat uns erneut vor Augen geführt, dass der Klassenteiler gesenkt werden muss und man mehr Lehrer braucht», sagte Mittelstaedt im Interview mit der «Heilbronner Stimme» und dem «Mannheimer Morgen» (Donnerstag). Es mache keinen Sinn, Gruppen mit 25 oder 30 Kindern zu unterrichten. «Mit kleineren Klassen ergibt sich eine viel bessere Unterrichtsqualität. Bildung kostet halt Geld», betonte der LEB-Vorsitzende.

Viele Klagen hört Mittelstaedt derzeit über die «Flut von Verordnungen und Erklärungen» wegen der Corona-Pandemie: «Keiner versteht mehr, welche Regeln gelten. Wer darf sich wann unter welchen Bedingungen treffen? Wie sind Elternabende unter der Pandemiestufe 3 möglich? Was ist online möglich?»

Weil es wohl nicht der letzte Winter unter Corona-Bedingungen sei, müsse man überlegen, was zu tun ist: «Wenn wir von zwei Wintern ausgehen, ist es naiv, alle 20 Minuten die Fenster aufzureißen. Das ist ein Notbehelf, der nichts mit einer geregelten Vorgehensweise zu tun hat.» Er forderte für den Fall Raumluftreiniger und Trennwände zwischen den Schülern.

Auch müssten sich Eltern auf eine stabile Betreuung der Kinder durch die Schule verlassen können. Eine Notlage von ein, zwei Wochen sei nicht das Problem. Aber, so unterstrich Mittelstaedt in dem Zeitungsinterview: «Eltern können doch nicht einfach ihren Job ein halbes Jahr an den Nagel hängen, um ihre Kinder zu betreuen. Ich verstehe die Mütter und Väter, die sagen, dass Schule primär außer Haus stattfinden muss.»

Stefanie Kübler

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