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20201103161242

Kretschmann zur zweiten Welle: «Damit haben wir nicht gerechnet»

15:09
03.11.2020
Die politischen Entscheidungsträger sind aus Sicht von Ministerpräsident Winfried Kretschmann von der Wucht der zweiten Pandemiewelle überrollt worden. «Damit haben wir nicht gerechnet, das muss man schon ehrlicherweise sagen», räumte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart mit Blick auf die rasant steigenden Infektionszahlen ein. Es habe aber auch keine Anzeichen dafür gegeben, dass das mit der Geschwindigkeit so hochgehe. Es gebe immer Leute, die warnten, sagte Kretschmann. Man hätte «extremer vorsorgen» können, aber damit verwirke man die Akzeptanz in der Bevölkerung. Man sei schon relativ schnell gewesen in der Reaktion auf die Entwicklung der Pandemie. Der Virus und seine Aggressivität diktierte letztendlich das Geschehen.

Man sei davon ausgegangen, dass ein Infizierter rund zehn nachzuverfolgende Kontakte hat, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag mit Blick auf eine Studie des Robert Koch-Instituts. Jetzt liege man über 20. Deshalb seien die Gesundheitsämter nicht mehr hinterherkommen. Man lerne aber permanent.

(dpa)

Tourismusverbände: Corona-Hilfen für November sofort auszahlen

15:07
03.11.2020
Die Tourismusbranche verlangt sofortige Abschlagszahlungen von der Bundesregierung für die von Schließungen im November betroffenen Betriebe. Die Unternehmen benötigten die angekündigten außerordentlichen Corona-Wirtschaftshilfen «nicht morgen oder übermorgen, sondern sofort», hieß es am Dienstag in einem Appell des Deutschen Tourismusverbands (DTV), des Deutschen Reiseverbands (DRV) und des Internationalen Bustouristik-Verbands (RDA). Geschehe das nicht, seien «viele Betriebe in ihrer Existenz gefährdet, weil für sie die Insolvenzanmeldepflicht wegen Zahlungsunfähigkeit seit dem 1.10.2020 wieder verpflichtend ist».

Bund und Länder hatten sich am 28. Oktober auf weitgehende Beschränkungen für das Gastgewerbe sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen verständigt. Restaurants dürfen im November nur noch Speisen außer Haus verkaufen, Hotels lediglich Geschäftsreisende beherbergen. Die betroffenen Firmen, Selbstständigen, Vereine und Einrichtungen sollen entschädigt werden. Firmen mit maximal 50 Mitarbeitern bekommen 75 Prozent des Umsatzes erstattet, den sie im November 2019 erwirtschafteten. Größere Firmen sollen rund 70 Prozent bekommen. Details müssen noch geklärt werden.

(dpa)

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