Letztes Update:
20201103165512

Parlament streitet um richtigen Weg gegen das Virus

16:52
03.11.2020
Nach der Sondersitzung vergangene Woche befasst sich der Landtag am Mittwoch (ab 9.00 Uhr) erneut mit der der sich zuspitzenden Corona-Lage. Seit Montag gilt in ganz Deutschland wegen der stark gestiegenen Infektionszahlen ein auf vier Wochen beschränkter Teil-Lockdown. Unter anderem Gastronomie und Kultureinrichtungen wie Kinos und Theater bleiben bis Ende November geschlossen. Die FDP will die aktuelle Stunde nutzen, um die Strategie der Landesregierung im Kampf gegen die Pandemie zu kritisieren. Sie hält den Teil-Lockdown für Aktionismus und Symbolpolitik.

(dpa/lsw)

Merkel: Schnelle Hilfe für Firmen bei Umsatzausfällen

16:02
03.11.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das Ziel einer raschen Hilfe für Unternehmen bekräftigt, die wegen Schließungen in der Corona-Krise Umsatzeinbußen haben. Man wolle nicht missbrauchsanfällige, pragmatische und schnelle Lösungen finden, sagte Merkel am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern in einer virtuellen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag in Berlin.

Bei den entsprechenden Verhandlungen zwischen dem SPD-geführten Finanz- und dem CDU-geführten Wirtschaftsministerium gibt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur noch einige offene Punkte.

Merkel sagte demnach, man arbeite mit Hochdruck am Ausgleich für jene, die wegen der staatlichen Anordnung ihre geschäftliche Tätigkeit einstellen mussten. Aus eigenen Kontakten wisse sie, dass es dort schnellstmöglich Klarheit geben müsse. Da dies allerdings nicht einfach sei, müsse man sich ein paar Tage Zeit dafür lassen.

Die Kanzlerin betonte angesichts der weiter drastisch steigenden Zahlen von Corona-Infektionen, es müsse jetzt vor allem auf die Zunahme der Belegung von Intensivbetten geachtet werden, die exponentiell ansteige. Sie hoffe, «dass wir doch noch einigermaßen durchkommen», was die Kapazitäten angehe, wurde Merkel zitiert. Es dürfe dabei nicht vergessen werden, dass es auch schwere Verläufe bei jüngeren Menschen gebe.

(dpa)

Bahrain gibt Corona-Impfstoff zum Notfallgebrauch für Helfer frei

15:20
03.11.2020
Der Golfstaat Bahrain hat den eingeschränkten Einsatz eines Impfstoffs gegen das Coronavirus für Mitarbeiter des Gesundheitswesens zugelassen. Der Impfstoff solle in dringenden Fällen diejenigen «beim Erfüllen ihrer Pflichten vor Risiken schützen», die am stärksten Kontakt zu Corona-Patienten haben, sagte Gesundheitsministerin Fika al-Salih am Dienstag. Der Impfstoff stehe ab sofort zur Verfügung, seine Nutzung sei freiwillig.

Das Königreich am Persischen Golf hatte vergangene Woche eine klinische Studie für einen Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinopharm abgeschlossen. Rund 7700 Freiwillige hatten teilgenommen. In Bahrain wurden bisher mehr als 82 000 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Die Studien finden in Zusammenarbeit mit einer Firma in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Das Land hat mit Sinopharm Verträge über Herstellung und Vertrieb des Impfstoffs abgeschlossen. Auch der Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, erklärte am Dienstag auf Twitter, er sei gegen Corona geimpft worden.

Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bisher rund 200 Impfstoffprojekte weltweit erfasst, zu 47 Impfstoff-Kandidaten laufen bereits klinische Studien. Entscheidende Phase-III-Studien gibt es demnach zu etwa einem Dutzend Impfstoff-Kandidaten. In China und in Russland sind bereits Impfstoffe zum Schutz bestimmter Bevölkerungsgruppen zugelassen und im Einsatz. Experten kritisieren dabei allerdings die mangelhafte Datenbasis, die Wirksamkeit und das Risiko für Nebenwirkungen sei kaum abzuschätzen.

(dpa)

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