Letztes Update:
20201103143728

Kretschmann: Stoßlüften in Schulen ist das Mittel der Wahl

13:50
03.11.2020
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält den Einsatz von Luftreinigungsgeräten in Klassenzimmern für eine nicht umsetzbare Lösung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Nach Auskunft des Kultusministeriums seien lediglich drei Prozent der Klassenzimmer im Land nicht belüftbar, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Und in der Regel finde in diesen Räumen kein Unterricht statt. Stoßlüften werde von Experten als außerordentlich wirksam geschildert und sei das «Mittel der Wahl». Dabei nehme die Temperatur um zwei bis drei Grad ab. Es wäre gar nicht möglich, Filtergeräte in allen Klassenzimmern im Land flächendeckend einzusetzen.

Kretschmann sprach sich auch gegen Wechselunterricht mit halbierten Klassen aus. Es sei schon viel Unterricht ausgefallen. Das Konzept der Landesregierung mache ein hohes Maß an Präsenzunterricht möglich. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) betonte, von den 67 000 Klassen im Land befänden sich derzeit lediglich 137 in Quarantäne.

(dpa/lsw)

Appell der Bischöfe: Corona-Regeln sehr ernst nehmen

12:43
03.11.2020
Die Bischöfe in Baden-Württemberg haben angesichts der Entwicklung der Coronapandemie dazu aufgerufen, persönliche Begegnungen zu reduzieren. «Wir bitten Sie alle nachdrücklich, die neuen einschneidenden Regelungen ernst zu nehmen», teilten Erzbischof Stephan Burger (Freiburg) und Bischof Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart) sowie die Evangelischen Landesbischöfe Jochen Cornelius-Bundschuh (Baden) und Frank Otfried July (Württemberg) am Dienstag gemeinsam mit.

Die Herausforderungen sind nach Überzeugung der Bischöfe groß. Bei weiter steigenden Infektionszahlen könnte es zu einer Überlastung des Gesundheitssystems kommen. «Diese Situation überfordert nicht nur Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen, Pfleger, Seelsorgerinnen und Seelsorger, sondern letztlich uns alle.»

July, Cornelius-Bundschuh, Fürst und Burger richteten ihre Bitte an die Christen im Land, bei allen Beschränkungen die Menschen im Umfeld nicht aus dem Blick zu verlieren. Das könnten hilfsbedürftige Familienangehörige sein, Nachbarn, die ihre Wohnung nicht verlassen können, Eltern oder Alleinerziehende, die Hilfe benötigen oder Menschen, die derzeit wegen fehlender Arbeit Geldsorgen haben. «Ihnen verbunden zu sein und zu bleiben, ist Nächstenliebe in Corona-Zeiten.»

(dpa/lsw)

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