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20201103112920

Verkehrsminister Scheuer geht in Quarantäne

10:56
03.11.2020
Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geht nach dem Corona-Fall bei Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Quarantäne. Ein Schnelltest bei Scheuer sei negativ gewesen, er gehe aber nach Absprache mit Ärzten in Quarantäne, sagte eine Sprecherin am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Woidke war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte am Samstag an der Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld teilgenommen. Dort waren unter anderem auch Scheuer, Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zu Gast. Sie standen auf einem Podium mit Woidke.

(dpa)

Diakonie erwartet mehr Kältetote wegen Corona-Pandemie

10:49
03.11.2020
Wegen der Corona-Pandemie befürchtet die Diakonie Baden in diesem Winter mehr Kältetote als in den vergangenen Jahren. Da in Einrichtungen für Obdachlose Abstands- und Hygieneregeln gelten, stehen weniger Betten bereit, wie die Diakonie am Dienstag mitteilte. «Jede Kommune ist verpflichtet, nicht freiwillig Wohnungslosen ein Obdach zur Verfügung zu stellen», sagte Julia Schlembach, Referentin für Wohnungslosenhilfe. In Zeiten von Corona sei dies jedoch eine beinahe unlösbare Aufgabe. Die Kapazitäten sind auch in Zeiten ohne Pandemie knapp, hieß es.

Schlembach appellierte an die Kommunen, zusätzliche Unterkünfte und Personal zur Verfügung zu stellen. Nur mit mehr finanziellen Mitteln könne man auch wohnungslosen Menschen Isolations- und Quarantänemöglichkeiten bieten. 

(dpa/lsw)

Labore warnen vor Überlastung durch immer mehr Corona-Tests

10:46
03.11.2020
Angesichts stark steigender Infektionszahlen warnen Labore vor einer Überlastung beim Auswerten von Corona-Tests. Die Testkapazität sei bundesweit erstmalig zu 100 Prozent ausgereizt, teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin am Dienstag auf Basis von Daten aus 162 Laboren mit. Inzwischen sei «die rote Ampel überfahren» worden. Bei Fortsetzung einer solchen Überflutung mit Proben oder einem möglichen Geräte- oder Personalausfall drohe ein Zusammenbruch der Versorgung. Nötig sei, die Testkapazitäten deutlich stärker auf besonders dringliche Fälle zu konzentrieren.

Verbandschef Michael Müller sprach von «gefährlichen und so nicht mehr akzeptablen Zuständen». Wie für die Kliniken brauche es auch für fachärztliche Labore Mechanismen gegen solche Überlastungsszenarien. «Denn in den Laboren werden auch alle anderen Untersuchungen für die allgemeine Versorgung der Bevölkerung durchgeführt. Bei weiterer Überlastung wird es schwer, leistungsfähig zu bleiben.»

Der Verband kritisierte, immer noch würden zu viele PCR-Tests auch ohne Symptome gemacht und damit Personen mit sehr niedriger Priorität getestet. Für zusätzliche ungezielte Testkonzepte auf Landesebene gebe es keinen Spielraum mehr. In erster Linie seien medizinische Tests zur Diagnose von Infektionen da - und in der Pandemie auch dazu, die Ausbreitung zu verhindern und Risikogruppen zu schützen.

In der vergangenen Woche wurden nach Daten der 162 erfasste Labore insgesamt 1,4 Millionen PCR-Tests gemacht. Der Anteil positiver Tests stieg auf 7,3 Prozent nach 5,7 Prozent in der Woche zuvor - das entsprach demnach 104 663 positiven Tests. Der Rückstau von Proben, die noch aus der Vorwoche stammten und am Montagmorgen ohne Befund waren, habe sich auf 98 310 vergrößert.

Wenn sich die Zeit bis zum Ergebnis verlängere, erhöhe sich aber auch das Risiko, dass Infizierte zu lange ohne Befund bleiben, warnte der Verband. Zugleich bleibe kein Puffer, um auch auf größere regionale Ausbrüche schnell reagieren zu können.

(dpa)

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