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20201029151846

Polizei warnt vor Corona-Schockanrufen als neue Betrugsmasche

15:03
29.10.2020
Die Polizei warnt vor Trickbetrügern, die Ängste und Sorgen der Menschen in der Corona- Pandemie ausnutzen wollen. Wie die Polizeidirektion im sächsischen Görlitz am Donnerstag mitteilte, sind «Corona-Schockanrufe» eine neue Betrugsmasche. In Görlitz sei es am Mittwoch vermehrt zu entsprechenden Betrugsversuchen am Telefon gekommen.

Laut Polizei rief ein Unbekannter bei einem Mann an und gab sich als Doktor aus, der gerade den Sohn des Betroffenen nach Dresden fliegen lasse. Grund sei eine Corona-Infektion, der Zustand des Patienten sei angeblich kritisch. «Der vermeintliche Arzt berichtete weiter, dass der Erkrankte dringend ein russisches Präparat benötige. Dieses müsse jedoch mit 8000 Euro selbst finanziert werden», hieß es. Allerdings ging der Angerufene nicht darauf ein und legte auf.

In Dresden versuchte es ein Trickbetrüger auf etwas andere Art. Nach Angaben der Polizei rief ein Mann eine 79 Jahre alte Frau an und gab sich als ihr Enkel aus. Dabei behauptete er, an Corona erkrankt zu sein und in einem Krankenhaus zu liegen. Anschließend übergab er das Telefon einem vermeintlichen Arzt. Dieser sagte der Rentnerin, dass ihr Enkel sterben werde, wenn man ihn nicht mit einem noch nicht zugelassenen Medikament behandelt. Dafür seien aber Kosten in Höhe von 150 000 Euro zu begleichen. Die Frau rief ihren richtigen Enkel zurück und bemerkte so den geplanten Betrug noch rechtzeitig.

(dpa)

Verband: Neue Corona-Einschränkungen «harter Schlag» für Tanzschulen

15:02
29.10.2020
Die neuen Corona-Auflagen sind für die Tanzschulen nach Verbandsangaben ein harter Schlag. «Man könnte auch von einem Schock sprechen», sagte Heidi Schumacher vom Allgemeinen Deutschen Tanzlehrer-Verband (ADTV) am Donnerstag in Berlin.

Schon die vergangenen Wochen und Monate hätten in den Tanzschulen zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt. «Viele sind in ihrer Existenz bedroht.» Die Tanzlehrer seien enttäuscht, dass man auch mit Hygienekonzepten und Abstand die erneuten Schließungen von nächster Woche an nicht verhindern konnte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Mittwoch weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen, um die stark steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff zu bekommen. Demnach müssen Restaurants und Kneipen vom 2. November an bis zum Ende des Monats schließen, genauso wie etwa Kinos, Theater, Kosmetik- und Fitnessstudios sowie Tanzschulen.

Die ADTV-Tanzschulen hätten in den vergangenen Monaten alles getan, um den Kunden größtmögliche Sicherheit zu bieten, sagte Schumacher. «Es wurde investiert in Trennwände, Desinfektion, neue Unterrichtskonzepte usw. Fast 3000 Tanzschulinhaber und -mitarbeitende haben an Hygieneschulungen teilgenommen.» In Tanzschulen könnten Teilnehmer von Kursen genau nachverfolgt werden.

Die meisten Schulen hätten in den vergangenen Monaten auch Online-Kurse angeboten und würden das sicher wieder und weiter tun. Aber diese seien kein hundertprozentiger Ersatz für eine «analoge» Kursteilnahme.

(dpa/lsw)

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