Letztes Update:
20201029150153

Spielbanken und Staatsbäder schon ab Freitag geschlossen

15:01
29.10.2020
Die Spielbanken in Stuttgart, Baden-Baden und Konstanz stellen ab Freitag ihren Betrieb infolge der Corona-Krise zum zweiten Mal im laufenden Jahr ein. Dies sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums am Donnerstag in Stuttgart. Das Land wolle als Gesellschafter dort seinen Einfluss geltend machen, wo es möglich sei, und somit eine Vorbildfunktion einnehmen. Ebenso werden dann die beiden Staatsbäder in Badenweiler und Bad Wildbad früher geschlossen.

Der Bruttospielertrag bei den drei Spielbanken war im ersten Halbjahr um 34,5 Prozent auf 24,1 Millionen Euro zurückgegangen. 2019 spielten die Häuser ein Rekordergebnis in Höhe von 107,2 Millionen Euro ein. Sie überwiesen im vergangenen Jahr 56 Millionen Euro an den Landeshaushalt. Wegen der Corona-Krise waren Baden-Württembergs Spielbanken schon einmal vom 13. März an geschlossen. Ende Mai wurden sie dann wieder geöffnet.

(dpa/lsw)

Verdi-Chef fordert Schutz für Risikogruppen unter Kita-Beschäftigten

14:36
29.10.2020
Durch das Corona-Virus besonders gefährdete Kita-Beschäftigte müssen nach Ansicht von Verdi-Chef Frank Werneke besonders geschützt werden. Die beschlossenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland und das Offenhalten auch der Kitas seien zwar richtig, sagte Werneke am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Ein hoher Anteil der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zählt aber selbst zu den Risikogruppen», sagte der Verdi-Chef. Dauerhaft sichergestellt werden müsse deshalb, dass sie generell etwa Tätigkeiten im Hintergrund ausüben könnten. Dies geschehe im Grundsatz bereits vielfach.

Laut einer Auswertung der Bertelsmann-Stiftung sind fast 18 Prozent der Beschäftigten in Kitas über 55 Jahre (Stand April 2019).

In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gebe es noch nicht überall ausreichend Schutz für die Beschäftigten, sagte Werneke. So seien in der Altenpflege noch nicht ausreichend Mund-Nasen-Masken der Filterklasse FFP2 vorhanden. Insgesamt gelte es, starkes Augenmerk auf die Situation der Beschäftigten in Kliniken, Pflege- und Betreuungseinrichtungen zu legen. «Als Gewerkschaft des Gesundheitswesens warnen wir von steigenden Belastungssituationen in den Krankenhäusern.»

(dpa)

Viele Südwest-Bürgermeister kritisieren neue Corona-Regeln

13:04
29.10.2020
In einem gemeinsamen Appell an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kritisieren 35 Oberbürgermeister die für November geplanten Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Unter anderem Tübingens Stadtoberhaupt Boris Palmer (Grüne) und die Bürgermeister von Schwäbisch Gmünd, Aalen, Friedrichshafen und Böblingen unterzeichneten den Brief. Sie fordern darin gelockerte Corona-Maßnahmen und Ausnahmen für Gastronomiebetriebe und Kultureinrichtungen im Südwesten. Die «Südwest Presse» hatte zuerst darüber berichtet.

Die Stadtoberhäupter bescheinigen Kultureinrichtungen wie Theatern und Kinos sowie Restaurants und Hotels in dem Appell gute Hygienekonzepte. Die Betriebe seien als Treiber des Infektionsgeschehens von geringer Bedeutung. Zudem trauen die Oberbürgermeister der Zusage nicht, dass die Maßnahmen nur bis Ende November gelten sollen. Wegen fehlender Effektivität der Auflagen seien fortgesetzte Auflagen «bis zum Frühjahr» denkbar, was gravierende Strukturbrüche zur Folge habe. Die Oberbürgermeister befürchten, mit den neuen Regeln den Rückhalt der Bürger für die Corona-Politik zu verlieren.

(dpa/lsw)

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