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Foto: Archiv Sam Querrey flüchtete mit einem Privatjet aus der Quarantäne in Russland.

Tennisprofi flieht nach positivem Coronatest

10:33
16.10.2020
US-Tennisprofi Sam Querrey hat sich nach einem positiven Coronatest beim ATP-Turnier im russischen St. Petersburg in Begleitung seiner Ehefrau Abby und seines neun Monate alten Sohnes Ford mit unbekanntem Ziel abgesetzt. Die Spielergewerkschaft ATP bestätigte den Vorfall am Donnerstag.

Querrey und seine Familie waren bei ihrer Ankunft in St. Petersburg am 11. Oktober getestet worden, das Ergebnis wies eine Infektion mit Covid-19 aus. Am Donnerstag sollte ein erneuter Test durchgeführt werden, doch da hatten die Querreys die angeordnete 14-tägige Quarantäne im Hotel bereits eigenmächtig beendet.

Bilder aus den Überwachungskameras des Hotels zeigen die Familie bei ihrer überstürzten Abreise am 13. Oktober um 5.45 Uhr morgens. Einem ATP-Vertreter habe der 33-Jährige noch mitgeteilt, dass er Russland in einem Privatjet verlasse, die Turnierleitung wurde daraufhin ebenfalls informiert. Wo sich Querrey und seine Familie derzeit aufhalten, ist nicht bekannt. Dem US-Profi droht möglicherweise eine mehrjährige Sperre sowie eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Euro.

Jörg Tschürtz

SNE fordert Reaktion der Politik

10:06
16.10.2020
Die Lehrergewerkschaft SNE weist in einem Kommuniqué darauf hin, dass die Zahl der Corona-Ansteckungen im schulischen Umfeld zuletzt gestiegen sei. "Spätestens jetzt müsste von politischer Seite anerkannt werden, dass man sich auch in der Schule infizieren kann", schreibt das SNE. Allerdings gab es zuletzt keine neue Infektionskette in den Grundschulen und Lyzeen. Die betroffenen Schüler und Lehrer hatten sich jeweils außerhalb der Schule angesteckt. 25 Fälle wurden dem Szenario 2 zugeordnet (maximal zwei positive Fälle in einer Klasse mit einer ungewissen Ansteckungsquelle oder einer wahrscheinlich außerhalb der Schule). 

Das Syndicat national des enseignants fordert, dass die Abstandsregeln "überall in der Schule" eingehalten werden müssen und Klassen wenn möglich aufgeteilt werden sollen. Zudem bräuchten die Schulen mobile Raumluftreiniger, falls Fenster nicht geöffnet werden können oder ein vollständiger Luftaustausch über die Klimaanlagen nicht möglich ist. Auch sogenannte "CO2-Ampeln" wären sinnvoll, um das Ausmaß der verbrauchten Luft im Klassensaal festzustellen.

Jörg Tschürtz