Letztes Update:
20201117163103

Castex gegen Ausnahmen für Kultur

11:51
16.10.2020
Frankreichs Premierminister Jean Castex hat sich gegen größere Ausnahmen bei den anstehenden Ausgangssperren ausgesprochen. „Damit die Regeln akzeptiert werden, müssen sie für alle gleich sein“, sagte er am Freitag bei einem Besuch in Lille. Zuvor hatte es Forderungen aus der Regierung gegeben, Ausnahmen für Theatervorführungen oder Kinovorstellungen zu erlauben. „Jeder muss ab 21 Uhr zu Hause sein - abgesehen von ganz speziellen Ausnahmen, die ich gestern aufgelistet habe“, sagte Castex.

Teddy Jaans

WHO: Ernüchternde Ergebnisse zu Wirksamkeit von Medikamenten

08:34
16.10.2020
Mehrere in weltweiten Testreihen überprüfte, potenzielle Corona-Medikamente haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wenig oder keinen Nutzen gezeigt. Das geht aus Daten der von der WHO koordinierten Solidaritätsstudie hervor, die bislang aber noch nicht in einem begutachteten Fachjournal erschienen sind. Unter den überprüften Mitteln ist auch Remdesivir, das US-Präsident Donald Trump nach seiner Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 erhielt. Das Arzneimittel ist auch in Europa zur Therapie von Covid-19 zugelassen.

Der Hersteller von Remdesivir, Gilead, betonte am Freitag erneut die Wirksamkeit seines Medikaments. Man sei besorgt darüber, dass die Daten der WHO-Studie nicht die übliche strenge Überprüfung erfahren hätten.

Zwischenergebnisse legten nahe, dass die getesteten Medikamente wenig oder gar keinen Effekt hatten, teilte die WHO am Freitag mit. Geprüft wurden unter anderem, welchen Einfluss sie auf die Sterblichkeit, den Zeitpunkt für den Einsatz von Beatmungsgeräten und die Länge des Krankenhausaufenthalts hatten.

Teddy Jaans

Offener Grenzverkehr zwischen Deutschland und drei Nachbarstaaten

11:42
16.10.2020
Die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben sich trotz der erneuten Einstufung der französischen Grenzregion als Corona-Risikogebiet gegen Einschränkungen im Grenzverkehr ausgesprochen.

An keiner der Außengrenzen zu Frankreich, Luxemburg und Belgien könne das tägliche Leben, Arbeiten und Studieren durch einen kompletten Lockdown lahmgelegt werden, teilten Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD, Rheinland-Pfalz), Ministerpräsident Tobias Hans (CDU, Saarland) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne, Baden-Württemberg) am Freitag mit. Als es im März zu Grenzschließungen kam, habe es noch keine Testungen und Nachverfolgungen von Infektionsketten gegeben. Man setze auf eine grenzüberschreitende Pandemiebekämpfung.

Die drei Länder haben laut Mitteilung des baden-württembergischen Staatsministeriums beschlossen, dass die sogenannte 24-Stunden-Regelung entlang der jeweiligen Grenzen zu den Nachbarländern gelten soll. Diese Regelung erlaube es den Bürgern, sich diesseits und jenseits der Grenzen unbeschränkt innerhalb von 24 Stunden im Grenzgebiet zu bewegen und ihrem Alltag ohne Behinderungen nachzugehen.

Jörg Tschürtz