Bei der Frage, ob Menschen Lockerungen in der Corona-Krise befürworten oder ablehnen, spielt laut einer Studie der Uni Konstanz vor allem das Vertrauen in staatliche Institutionen eine Rolle.
Eindämmungsmaßnahmen würden eben nicht von Virologen und Epidemiologen ergriffen, sondern vom Staat, schreiben die Autoren Claudia Diehl und Felix Wolter in dem am Donnerstag veröffentlichten Papier.
„Und wer dem Staat generell nicht traut oder der Ansicht ist, er solle den BürgerInnen möglichst wenig Einschränkungen auferlegen, möchte sich von ihm wahrscheinlich auch den Besuch von Clubs oder Festivals nicht verbieten lassen.“
Entscheidend für die Politik sei eine klare Krisenkommunikation. Zentral sei zudem die Aufklärung über die entsprechenden Ursache-Wirkung-Zusammenhänge.
„Ohne die Berichte über die Situation in norditalienischen Krankenhäusern hätten die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wohl
weniger Akzeptanz gefunden.“
Die Konstanzer Forscher befragten für ihre Untersuchung von April bis Mai 2020 knapp 4800 Menschen online.