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Unicef: Corona-Krise führt zu globalem Bildungs-Notfall

17:53
15.09.2020
Die Schul-Schließungen in der Corona-Krise haben nach Einschätzung des Kinderhilfswerks Unicef zu einem globalem Bildungs-Notfall geführt. Aktuell seien noch rund 872 Millionen Kinder in 51 Ländern daran gehindert, in die Klassen zurückzukehren, sagte Unicef-Direktorin Henrietta Fore am Dienstagabend bei einer Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Nur etwa die Hälfte von ihnen habe die Chance auf Fernunterricht. „Die pure Zahl der Kinder, deren Ausbildung für Monate völlig unterbrochen wurde, ist nichts anderes als ein globaler Bildungs-Notfall“, sagte Fore.

Eine Unicef-Analyse in 158 Ländern zeige, dass jeder vierte Staat weiterhin kein Datum für die Wiederöffnung von Schulen habe. Geschlossene Schulen hätten aber „verheerende Folgen für Kinder“, sagte Fore. Es werde noch schwerer, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. „Je länger Schüler von der Schule fernbleiben, desto weniger wahrscheinlich wird ihre Rückkehr.“ Laut einer Hochrechnung werden 24 Millionen Kinder die Schule gänzlich abbrechen, darunter viele Mädchen. „Das ist der Grund warum wir an Regierungen appellieren, die Öffnung der Schulen voranzutreiben“, so Fore.

Sarah Cames

Sieben neue Corona-Fälle im Saarland

17:50
15.09.2020
Im Saarland hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen von Montag auf Dienstag um sieben Fälle auf 3222 erhöht. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 blieb unverändert bei 175 (Stand 18.00 Uhr), wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Saarbrücken mitteilte.

Als genesen gelten im Saarland 2972 Menschen. Nach dem Stand vom Montag werden neun Betroffene stationär behandelt, drei von ihnen intensivmedizinisch.

Sarah Cames