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Deutschland gibt grünes Licht für bundesweite Fan-Rückkehr

17:22
15.09.2020
Die Zeit der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga und den anderen großen Profiligen ist vorerst vorüber. Die Bundesländer einigten sich am Dienstag in einer Videoschalte auf eine flächendeckende Fan-Rückkehr in die Fußballstadien und Sporthallen. In einer sechswöchigen Testphase ist zunächst eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Kapazität erlaubt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. „Es soll eine Art Experiment werden, ein Probestart“, kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an. Zudem gehe es nicht nur um Fußball, sondern auch um Volleyball, Handball, Basketball oder Eishockey.

Die von den Chefs der Staatskanzleien beschlossene Teilzulassung von Zuschauern unter Corona-Bedingungen verschafft dem gesamten Profisport bessere wirtschaftliche Perspektiven bei der Bewältigung der Corona-Krise.

Zudem steht nun einem stimmungsvollen Saisonauftakt in der Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende nichts mehr im Wege. Allerdings ist offen, ob alle Vereine die Freigabe wegen der Kurzfristigkeit noch umsetzen können. Immerhin vier Clubs hatten bereits zuvor von den zuständigen Gesundheitsämtern grünes Licht für einen Saisonstart vor Zuschauern erhalten. 

Sarah Cames

Schulrückkehr in Bulgarien: Streit über Masken

17:19
15.09.2020
In Bulgarien ist die Wiederaufnahme des Schulunterrichts nach einer halbjährigen Corona-Pause von Streit über Masken und Isolierräume begleitet worden. Das neue Schuljahr begann am Dienstag landesweit für gut 700.000 Schüler mit Temperaturmessungen. Die Feierlichkeiten auf den Schulhöfen wurden wegen der Corona-Regeln eingeschränkt. Soweit werden rund 300 Schüler auf Wunsch ihrer Eltern wegen Corona zu Hause Fernunterricht erhalten, wie Bildungsminister Krassimir Waltschew erläuterte.

Schutzmasken müssen in dem Balkanland nicht im Unterricht, aber auf den Gängen und in anderen geschlossenen Räumen der Schule getragen werden. Gegen diese gemäßigte Regelung protestierten am Bildungsministerium in Sofia aufgebrachte Eltern, die frei entscheiden wollten, ob ihre Schulkinder Masken tragen sollen. Für Unmut sorgte auch die Einrichtung von Isolierräumen, wo Schüler mit Fieber oder Covid-19-Symptomen aufgenommen werden müssen, bis ihre Eltern sie abholen. Die Demonstranten bemängelten, dass das bulgarische Wort „Isolator“ für diese Einrichtung bei den dort untergebrachten Schülern Schuldgefühle auslösen könnte.

Das EU-Land im Südosten ist von der Corona-Pandemie inzwischen wieder weniger stark betroffen als im Juli und August. Bei einer Bevölkerung von knapp sieben Millionen Menschen gab es am Dienstag 4402 aktive Corona-Fälle. 

Sarah Cames