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Fotos: AFP/Piero Cruciatti Silvio Berlusconi beim Verlassen des Krankenhauses San Raffaele in Mailand.

Berlusconi verlässt Krankenhaus

10:26
14.09.2020
Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi ist nach seiner Corona-Infektion aus dem Krankenhaus entlassen worden. „Danke, dass ich hier sein darf. Es war die gefährlichste Prüfung meines Lebens“, sagte der 83-Jährige nach dem Verlassen der Klinik San Raffaele in Mailand am Montag. Berlusconi trug Anzug und Krawatte und einen Mund-Nasen-Schutz, winkte seinen Anhängern zu und gab eine kurze Erklärung ab. „Auch dieses Mal bin ich davongekommen“, sagte der Oppositionspolitiker. Berlusconi wurde wegen seiner Infektion mit dem Virus insgesamt zehn Tage im Krankenhaus behandelt.

„Die Anteilnahme, die ich gespürt habe, hat mir geholfen auch die schwierigen Momente zu überstehen, von denen es in den ersten drei Tagen viele gab“, sagte ehemalige Regierungschef. Er rief dazu auf, sich an alle Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. Covid-19 sei eine „schwere und tückische Krankheit“ warnte Berlusconi, der wegen seines Alters und seiner Vorerkrankungen als Risikopatient gilt. Ob der Unternehmer vollständig von seiner Erkrankung genesen ist oder zu Hause weiter behandelt werden soll, blieb zunächst offen.

Bereits vergangene Woche hatte der dreimalige Regierungschef von seinem Kampf gegen die „höllische Krankheit“ berichtet. „Es ist die schlimmste Erfahrung meines Lebens“, sagte er. Der Chef der Partei Forza Italia hatte aus seinem Krankenhausbett auch telefonisch am Wahlkampf für die Regionalwahlen mitgewirkt, die in Teilen Italiens am kommenden Sonntag und Montag stattfinden.

Jörg Tschürtz

Saarland: Fastnacht ist mit Auflagen trotz Corona möglich

10:18
14.09.2020
Trotz Corona kann nach Ansicht des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans auch nächstes Jahr Fastnacht gefeiert werden - allerdings nur „mit klaren Auflagen und guten Konzepten“. Klar sei, dass die bevorstehende Session anders ausfallen werde: ohne gemeinsames Schunkeln in vollen Hallen und Sälen oder dicht gedrängte Straßenumzüge. „Das bedeutet aber nicht, dass Fastnacht komplett ins Wasser fallen muss“, sagte der Regierungschef am Montag nach einem Treffen mit dem Präsidenten vom Bund Deutscher Karneval (BDK), Klaus-Ludwig Fess.

Die saarländischen Karnevalsvereine seien „mit viel Eifer dabei, neue kreative Formate zu entwickeln“, sagte Hans. Er sei überzeugt, dass das unter Auflagen machbar sei. Nach Fess' Einschätzung ist die Krise für Karnevalisten auch eine „Chance, sich dem Wesen von regionalen fastnächtlichen Traditionen und Bräuchen zu stellen“. Kreativität, Ideenreichtum und Mut zu anderen Formen seien gefragt.

Darüber, wie Fastnacht an der Saar gefeiert werden könne, sei ein weiteres Gespräch mit Vertretern des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine geplant, teilte die Staatskanzlei mit.

Jörg Tschürtz