Die Caritas in Luxemburg macht auf die sozialen Folgen der Corona-Pandemie aufmerksam. Jugendliche Schulabgänger, Selbstständige, Handwerker, Kurzarbeiter, Arbeitslose, Leiharbeiter, aber auch Alleinerzieher zählten zu den "Krisenverlierern", schreibt die kirchliche Hilfsorganisation am Montag in einer Pressemitteilung. Auf der anderen Seite gebe es Krisengewinnler, etwa jene Arbeitnehmer, die im Homeoffice bei vollen Bezügen weiterarbeiten und gleichzeitig Kosten für den Arbeitsweg einsparen könnten.
Um weniger bevorteilten Menschen zu helfen, schlägt die Caritas die Einführung eines "obligatorischen Solidaritätsbeitrags" in Höhe von fünf Euro pro Arbeitnehmer vor. Mithilfe dieser Einmalzahlung kämen ungefähr zwei Millionen Euro an Unterstützung zusammen. Eine Alternative wäre eine Solidaritätssteuer, die bei Arbeitnehmern griffe, deren Einkommen das Dreifache des Mindestlohns übersteigt.
"Finanzielle Hilfen bei niedrigverdienenden Haushalten würden die Kaufkraft derjenigen steigern, die sich nicht viel leisten können und somit auch der Wirtschaft zugutekommen und somit den entstandenen Rezensionseffekten entgegenwirken", so die Caritas, die auch eine Anpassung verschiedener Sozialtransfers wie dem Revis und dem Kindergeld fordert.
Jörg Tschürtz