Wegen der Corona-Pandemie herrscht seit Monaten Flaute in der Prostitutionsbranche in Deutschland. Bordelle sind seit Monaten geschlossen, Prostituierte mit einem Berufsverbot belegt. Das „Pascha“ in Köln, Europas größtes Bordell, musste infolge ausbleibender Einnahmen sogar Insolvenz anmelden.
Nun könnte das Prostitutionsverbot in einigen Bundesländern gelockert werden – unter strengen Auflagen. In Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern sollen Sexarbeiter ab dem 15. September wieder ihrer Tätigkeit nachgehen dürfen, wie tagesschau.de meldet. Darauf hätten sich die Nordländer am Dienstag geeinigt. Die Sexbetriebe müssen ein Hygienekonzept vorlegen, dürfen keinen Alkohol ausschenken und ihre Mitarbeiter dazu verpflichten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Ausübung von Prostitution in Fahrzeugen oder bei Veranstaltungen bleibt verboten.
In Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt hatten Gerichte die jeweiligen Prostitutionsverbote gekippt. Angesichts der Öffnung von Fitness-Studios oder dem Recht auf private Feiern wurde dieses als nicht mehr verhältnismäßig bewertet.