Die tunesische Schifffahrtsgesellschaft hat die geplante Abfahrt einer Fähre aus dem Hafen der Hauptstadt Tunis aufgrund eines Corona-Verdachts innerhalb der Besatzung vorerst abgesagt. Das Schiff hätte am Mittwoch mit 920 Passagieren in Richtung Italien aufbrechen sollen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Bei gleich vier Mitgliedern der Besatzung bestehe jedoch der Verdacht einer Coronavirus-Infektion. Wann das Schiff gen Genua aufbrechen soll, blieb zunächst unklar. Bis die Corona-Tests der vier Besatzungsmitglieder negativ zurückkommen, soll das Schiff nach Angaben eines Zollbeamten aber im Hafen von Tunis vor Anker liegen. Die Besatzung sei ins Krankenhaus gebracht worden.
Die Fährstrecke zwischen der italienischen Hafenstadt Genua und der tunesischen Hauptstadt ist vor allem bei in Europa lebenden Tunesiern beliebt. Tunesien hat seine Grenzen seit dem 27. Juni wieder vollständig geöffnet. Auch internationale Flüge waren nach einer dreimonatigen Sperre und einem selbsterklärten Sieg über das Virus wieder aufgenommen worden. In dem nordafrikanischen Land, das auch bei Urlaubern aus Europa beliebt ist, wurden zuletzt vermehrt neue Corona-Infektionen gemeldet.