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20210425171404

Corona-Lage in Indien spitzt sich zu

16:12
25.04.2021
In Indien grassiert die Corona-Seuche und die Mutante B.1.617 ist auf dem Vormarsch. Das Land verzeichnet seit Tagen immer wieder Höchstwerte an Corona-Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag 349 691 neue Fälle verzeichnet. Dies ist zugleich ein weltweiter Tageshöchstwert. 2767 Menschen starben an oder mit Covid-19. Dies ist die bisher höchste Todeszahl in Indien. Den vierten Tag in Folge wurden mehr als 300 000 Neuinfektionen und über 2000 Tote registriert. Die Dunkelziffer dürfte sogar deutlich höher liegen.

Indien hat gut 1,3 Milliarden Einwohner, so dass sich eine vergleichsweise mäßige Sieben-Tage-Inzidenz von rund 132 Fällen pro 100 000 Einwohner ergibt. Das Gesundheitssystem des Schwellenlandes ist aber völlig überlastet. Es fehlt an Betten, antiviralen Medikamenten und medizinischem Sauerstoff. Krankenhäuser wie das Pentamed Hospital in Neu Delhi senden immer wieder SOS-Nachrichten zum Sauerstoffmangel. Premierminister Narendra Modi sagte in einer Rundfunkansprache, die Regierung tue alles, um die Einzelstaaten im Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen.

Sogar Pakistan bietet seinem Erzrivalen die Lieferung medizinischer Güter an. Als eine „Geste der Solidarität“ mit der indischen Bevölkerung wolle man Beatmungsgeräte, digitale Röntgengeräte, Schutzkleidung und andere Ausrüstung bereitstellen, teilte das pakistanische Außenministerium am späten Samstagabend mit.

Einige europäische Länder wie Deutschland und Italien haben das südasiatische Land ab diesen Montag deshalb zum Virusvariantengebiet erklärt. Dann gilt ein weitgehendes Einreiseverbot für Menschen, die sich zuvor in Indien aufgehalten haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel bot Indien am Sonntag Hilfe an. Der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarčič, erklärte, Brüssel habe auf indischen Wunsch bereits den Zivilschutzmechanismus aktiviert und werde bei der Versorgung mit Sauerstoff und Medikamenten helfen.

LW-Springer

567 neue Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz

15:04
25.04.2021
Die landesweite Inzidenz in Rheinland-Pfalz, die Zahl der Corona-Neuninfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, kletterte laut den neuesten Zahlen des Landesuntersuchungsamtes auf 143,1 nach 139,8 am Vortag. Entscheidend für die Bundesnotbremse ist die vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete Inzidenz. Diese lag am Sonntag bei landesweit 136,9.

Mit dem bundesweiten Infektionsschutzgesetz gelten seit Samstag auch Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 und 5 Uhr, wenn in einer Stadt oder einem Landkreis die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Alleine Spazierengehen oder Joggen ist bis Mitternacht erlaubt.

Das RKI meldete am Sonntag 567 neue Infektionen binnen eines Tages und sprach von 135 583 laborbestätigten Infektionen seit Pandemie-Beginn. Bis Samstagmorgen waren laut dem Impf-Dashboard des Bundesgesundheitsministeriums 22,9 Prozent der fast 4,1 Millionen Rheinland-Pfälzer mindestens einmal und 7,0 Prozent vollständig geimpft. Nach den Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Sonntag lagen in Rheinland-Pfalz 197 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Krankenhäusern. 99 von ihnen wurden invasiv beatmet.

LW-Springer