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Kaum Verstöße gegen Corona-Auflagen an der Saar

14:58
25.04.2021
 Eine Woche nach den massiven Verstößen gegen die Corona-Regeln in Saarbrücken ist es an diesem Wochenende ruhig geblieben. Die Ausgangsbeschränkung habe gewirkt, sagte ein Sprecher der Polizei in Saarbrücken am Sonntag. Auch in anderen Teilen des Landes war keine Rede von nennenswerten Verstößen gegen die Regeln des kürzlich in Kraft getretenen Infektionsschutzgesetzes.

Es gelten in einer Stadt oder einem Landkreis mit einer Sieben-Tage-Inzidenz - also den Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner - an drei aufeinanderfolgenden Tagen von über 100 Ausgangsbeschränkungen zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr. Alleine spazieren oder joggen ist bis Mitternacht erlaubt.

Am vergangenen Wochenende hatten auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken knapp 500 Menschen gefeiert und Polizisten mit Flaschen beworfen. Dieses Mal gab es laut dem Landespolizeipräsidium keine groben Missachtungen der Auflagen. 

Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind im Saarland nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) binnen eines Tages 260 hinzugekommen. Seit Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr im Land gab es somit 36 236 laborbestätigte Infektionen, wie das RKI mitteilte (Stand 3.09 Uhr). Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen stieg auf 146,5 - am Samstag hatte sie noch bei 139,0 gelegen. Die Zahl der Menschen im Saarland, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, gab das RKI mit 949 an. Das war ein Todesfall mehr als am Vortag. Alle Landkreise hatten Sieben-Tage-Inzidenzwerte zwischen 100 und 200.

LW-Springer

Corona-Lockerungen in Italien - Außengastronomie und Museen öffnen

13:17
25.04.2021
Ab Montag wollen Restaurants und Bars in vielen Regionen Italiens ihre Außengastronomie öffnen und Kulturstätten wieder Besucher empfangen. In Rom öffnen zahlreiche Museen, wie der Palazzo Barberini mit seiner bedeutenden Kunstsammlung, die Trajansmärkte und auch die berühmte Ausgrabungsstätte der antiken Rennstätte Circus Maximus, wie die Stadt mitteilte. Venedigs Oper La Fenice will ab Montag wieder Zuschauer einlassen, und die Uffizien in Florenz wollen schrittweise, beginnend mit dem Boboli-Garten, öffnen. Ab Dienstag sollen Besucher auch wieder den Archäologiepark der in der Antike bei einem Vulkanausbruch zerstörten Stadt Pompeji besuchen können.

Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte in der vergangenen Woche einen Fahrplan für schrittweise Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. Die Öffnungen in Gastronomie und Kulturbereich gelten demnach in den Gelben Zonen mit einem moderaten Infektionsgeschehen. Dazu zählen ab Montag insgesamt 15, darunter die Lombardei mit der Metropole Mailand, Latium mit der Hauptstadt Rom, die Autonome Provinz Bozen-Südtirol und die Urlaubsregion Toskana.

Für Streit in der Regierung sorgt unterdessen das nächtliche Ausgangsverbot von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens. Die mitregierende Lega des früheren Innenministers Matteo Salvini forderte, diese später beginnen zu lassen. Mit den Lockerungen können mehr Kinder zum Präsenzunterricht kommen. Außerdem ist in den Gelben Zonen Sport im Freien in Gruppen wieder erlaubt.

Dem Plan zufolge sollen dort ab dem 15. Mai Schwimmbäder wieder öffnen. Beginnend mit dem 1. Juni darf die Gastronomie ihre Gäste demnach auch drinnen bewirten und die Menschen können in Fitnessstudios trainieren. Mit Blick auf die Fußball-EM sollen ab Juni wieder begrenzt Fans in Stadien erlaubt sein.

LW-Springer