Eine Woche nach den massiven Verstößen gegen die Corona-Regeln in Saarbrücken ist es an diesem Wochenende ruhig geblieben. Die Ausgangsbeschränkung habe gewirkt, sagte ein Sprecher der Polizei in Saarbrücken am Sonntag. Auch in anderen Teilen des Landes war keine Rede von nennenswerten Verstößen gegen die Regeln des kürzlich in Kraft getretenen Infektionsschutzgesetzes.
Es gelten in einer Stadt oder einem Landkreis mit einer Sieben-Tage-Inzidenz - also den Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner - an drei aufeinanderfolgenden Tagen von über 100 Ausgangsbeschränkungen zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr. Alleine spazieren oder joggen ist bis Mitternacht erlaubt.
Am vergangenen Wochenende hatten auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken knapp 500 Menschen gefeiert und Polizisten mit Flaschen beworfen. Dieses Mal gab es laut dem Landespolizeipräsidium keine groben Missachtungen der Auflagen.
Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind im Saarland nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) binnen eines Tages 260 hinzugekommen. Seit Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr im Land gab es somit 36 236 laborbestätigte Infektionen, wie das RKI mitteilte (Stand 3.09 Uhr). Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen stieg auf 146,5 - am Samstag hatte sie noch bei 139,0 gelegen. Die Zahl der Menschen im Saarland, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, gab das RKI mit 949 an. Das war ein Todesfall mehr als am Vortag. Alle Landkreise hatten Sieben-Tage-Inzidenzwerte zwischen 100 und 200.