Letztes Update:
20210323122616

Hätten die Infektionen durch eine frühere Impfung verhindert werden können?

11:27
23.03.2021
Schmit erklärte, die Impfung in Niederkorn sei etwas zu spät gekommen, um die bereits zirkulierenden Infektionen zu unterbinden. Ob eine frühere Impfung die Todesfälle hätten verhindern können, könne man nicht sagen - der Impfstoff war begrenzt und möglicherweise wäre es dadurch in einem anderen Altenheim zu einem Cluster gekommen.

"Die Impfung kann nicht zur gleichen Zeit im ganzen Land sein", ergänzte Ministerin Cahen.

Wenn man sich die Todesfälle rein objektiv anschaue, sei die Zahl der Todesfälle im Vergleich zu den Infektionszahlen leider nicht verwunderlich, so Schmit. Grundsätzlich habe es in den vergangenen Monaten in den Einrichtungen eine Entspannung in der Infektionslage gegeben. Auf der Höhe der zweiten Welle in den Monaten November und Dezember habe es viel mehr Todesfälle gegeben. "Jeder Tote ist einer zu viel", so Schmit.

Sarah Cames

Fragen der Presse

11:20
23.03.2021
Wie konnte es zu dem Cluster überhaupt kommen?  "Ein Altenheim ist kein Gefängnis", erklärt der Direktor der Santé. Auch mit den strengsten Vorsichtsmaßnahmen gäbe es in den Einrichtungen ein Kommen und Gehen. Für die Verbreitung innerhalb der Einrichtung gelte das gleiche – die Bewohner seien zwar in kleine Gruppen eingeteilt, sie seien aber nicht isoliert.

Zu einer Testpflicht für Mitarbeiter äußerte sich Ministerin Cahen skeptisch. Man lebe in einer Demokratie - die Entscheidung müsse somit den Menschen selbst überlassen bleiben.

Sarah Cames

Foto: SIP / Jean-Christophe Verhaegen Snté-Direktor Jean-Claude Schmit.