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Tschechien bringt erstmals Covid-19-Patienten ins Ausland

12:12
09.03.2021
Erstmals wird ein Covid-19-Intensivpatient aus dem stark betroffenen Tschechien zur Behandlung ins Ausland gebracht. Ein Rettungswagen mit einer schwerstkranken Frau an Bord brach am Dienstagmorgen in Usti nad Orlici auf, wie das öffentlich-rechtliche Fernsehen CT berichtete. Ziel der zweieinhalbstündigen Fahrt sei das Krankenhaus in Raciborz in der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Die 68 Jahre alte Patientin werde dabei von einem Notfallmediziner begleitet.

Die Regierung in Prag hatte lange gezögert, ausländische Hilfe anzunehmen. Auch andere Länder wie Deutschland und die Schweiz haben sich zur Aufnahme von Covid-19-Patienten bereiterklärt. Viele Krankenhäuser in Tschechien sind überlastet. Derzeit werden knapp 8500 Menschen stationär behandelt. Davon sind 1789 in einem ernsten Zustand oder müssen beatmet werden.

Die härteren Lockdown-Maßnahmen scheinen inzwischen Wirkung zu zeigen. Am Dienstag meldeten die Behörden 10.466 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das waren knapp 2000 weniger als am gleichen Tag vor einer Woche. Die Bürger dürfen ihren Bezirk seit Anfang März nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Bei Kontrollen an den Bezirksgrenzen verweigerte die Polizei nach Angaben eines Sprechers bisher mehr als 10.000 Fahrern die Weiterfahrt. Die Regierung dämpfte Hoffnungen auf Lockerungen. Ostern werde „nicht in normaler Weise verlaufen“, betonte Innenminister Jan Hamacek. Innerhalb von 7 Tagen steckten sich knapp 800 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus an - mehr als zehn Mal so viele wie in Deutschland.

Sarah Cames

Zahl der Corona-Toten in den USA erneut unter 1000

09:41
09.03.2021
In den USA ist die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten den zweiten Tag in Folge unter die Marke von 1.000 gesunken. Die Behörden meldeten für den Montag 719 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, wie aus der Internetseite der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Für Sonntag korrigierte die JHU die Zahl der Toten von zunächst 669 auf zuletzt 672. Der bisherige Tageshöchstwert seit Beginn der Pandemie wurde am 12. Januar mit 4465 Toten registriert.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages erreichte am Montag laut JHU-Daten 50.237. Der Tageshöchstwert war am 2. Januar mit 299.786 Neuinfektionen registriert worden. 

Teddy Jaans