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Japan verlängert Notstand für Großraum Tokio

13:14
02.02.2021
Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga will den Corona-Notstand für den Großraum Tokio und weitere Präfekturen um einen Monat verlängern. Der zunächst bis zum 7. Februar verhängte Notstand für Tokio und die umliegenden Präfekturen Kanagawa, Chiba und Saitama sowie für die Präfekturen Aichi, Gifu, Osaka, Kyoto, Hyogo und Fukuoka solle bis zum 7. März dauern, erklärte Suga am Dienstag - keine sechs Monate vor den in Tokio geplanten Olympischen Spielen. Nur in Tochigi wird der Notstand am 7. Februar aufgehoben.

Zwar ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt deutlich gesunken. So lag die Zahl der innerhalb eines Tages registrierten Fälle in der Hauptstadt am Dienstag bei 556. Am vergangenen Dienstag waren es noch fast doppelt so viele gewesen. Doch die Lage in den Kliniken bleibt wegen der weiterhin hohen Zahl an schwer Erkrankten angespannt. Zu Wochenbeginn lagen 975 Patienten auf den Intensivstationen, 133 allein in Tokio. Ende vergangenen Monats waren mehr als 60 Prozent der Krankenhausbetten für Covid-19-Patienten in der Hauptstadt belegt.

Sollte sich die Infektionslage deutlich verbessern, könne der Notstand in Präfekturen auch schon vor dem 7. März aufgehoben werden, hieß es weiter. Ein Lockdown ist der verlängerte Notstand nicht: Restaurants und Bars sollen ab 19 Uhr keinen Alkohol ausschenken und schon um 20 Uhr schließen. Die Bürger sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben und vor allem nicht nach 20 Uhr auszugehen.

Jeff Wiltzius