Letztes Update:
20210201171052

Wegen Variante aus Südafrika: Massentests für Zehntausende in England

16:17
01.02.2021
In mehreren Regionen Englands sollen sich insgesamt Zehntausende Menschen Corona-Schnelltests unterziehen. Zuvor waren einige weitere Fälle der Virus-Mutation aus Südafrika aufgetaucht. Die rund elf Fälle, die in den vergangenen Tagen bekannt geworden seien, hätten keine nachvollziehbaren Reiseverbindungen nach Südafrika, hieß es von der Behörde Public Health England am Montag. Die bislang in Großbritannien entdeckten Fälle der Mutation hatte man in Verbindung mit Reisen aus den betroffenen Gebieten bringen können.

In London, im Südosten sowie Nordwesten von Englands und im Westen der Midlands sollen nun in den nächsten Tagen mobile Teams mit Heimtests durch die Viertel ziehen und bis zu 80.000 Bürger zu Schnelltests auffordern - egal, ob sie Symptome haben oder nicht. Davon erhofft man sich, mögliche weitere Fälle schnell zu entdecken, Infektionsketten nachvollziehen zu können und die weitere Ausbreitung der Variante zu verhindern. Die zunächst in Südafrika entdeckte Variante soll ähnlich ansteckend wie die Variante B.1.1.7.

Public Health England sequenziert eigenen Angaben zufolge regelmäßig einen gewissen Anteil der positiven Corona-Tests im Land, um die Entwicklung und Ausbreitung von Corona-Mutationen zu überwachen.

Sarah Cames

Slowakei will selbst Corona-Impfstoffe produzieren

16:15
01.02.2021
Der slowakische Gesundheitsminister Marek Krajci hat Verhandlungen über eine mögliche Produktion von Corona-Impfstoffen in dem EU-Land bestätigt. „Ich will das noch nicht konkretisieren, aber ich bestätige, dass unser Interesse sehr groß ist“, erklärte Krajci am Montag der Nachrichtenagentur Sita in Bratislava. Demnach soll es Gespräche sowohl mit dem Konsortium Pfizer/Biontech als auch mit dem US-Unternehmen Moderna geben.

Sita hatte zuvor gemeldet, dass die bereits weit gediehene Entwicklung eines eigenen Corona-Impfstoffs durch die slowakische Firma Axon Neuroscience in Zusammenarbeit mit der Slowakischen Akademie der Wissenschaften aufgrund mangelnder finanzieller Unterstützung ins Stocken geraten sei. Anstatt mit finanzstärkeren Konzernen zu konkurrieren, erwäge man nun, das slowakische Expertenteam in eine internationale Kooperation mit einem der beiden großen Anbieter zu integrieren.

Von Sita befragte Experten wiesen jedoch darauf hin, dass eine reale Produktion von Impfstoffen in der Slowakei eher für künftige Epidemien ins Auge gefasst werden sollte. Die aktuelle Corona-Pandemie könnte aber den entscheidenden Anstoß geben, dass seit Jahren gehegte Pläne nun doch noch vorangetrieben würden. Tatsächlich hatte die Slowakei nach Darstellung von Sita bereits vor mehreren Jahren eine auf Grippe-Impfstoffe ausgerichtete Produktionsstätte in Malacky, nördlich von Bratislava, errichtet. Weil sich Regierung und Investoren am Ende nicht einigen konnten, ging das bereits fertiggestellte Werk aber nie in Betrieb.

Sarah Cames