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Bund Deutscher Karneval: Unverständnis über Umzug in Thüringen

16:13
01.02.2021
Der Bund Deutscher Karneval (BDK) hat auf einen illegalen Umzug von Karnevalisten in Thüringen mit „absolutem Unverständnis“ reagiert. Mit einem solch „unsolidarischen Verhalten“ würden „angebliche Karnevalisten“ nicht nur die Gesundheit anderer gefährden, sondern auch dem Brauchtum und dem Ruf von Fasching, Fastnacht und Karneval insgesamt Schaden zufügen, teilte der BDK am Montag im saarländischen Bexbach mit.

Am Sonntag hatte die Polizei dem Treiben im thüringischen Landkreis Schmalkalden-Meiningen ein Ende gesetzt, nachdem bis zu 90 Teilnehmer bei einem Umzug im Ortsteil Jüchsen der Gemeinde Grabfeld zusammengekommen waren. Auch Pferde und teils geschmückte Fahrzeuge seien bei dem laut BDK 300 Meter langen Zug beteiligt gewesen.

Zudem wies der Verband Aufforderungen von Querdenkern und ähnlichen Gruppen zurück, am Fastnachtssonntag oder Rosenmontag Protestveranstaltungen und Rathauserstürmungen zu organisieren, um gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu demonstrieren.

„Wir verweisen mit Nachdruck darauf, dass es zwischen Idiotie und Narrheit einen ganz wesentlichen Unterschied gibt und dass sich ein Bundesverband wie der BDK von niemandem instrumentalisieren lässt. Schon gar nicht von solchen, deren Gesinnung und Gedankengut er auf keinen Fall teilt“, sagte Fess. Der BDK zählt mehr als 2,6 Millionen Mitglieder in gut 5300 Vereinen und Zünften bundesweit.

Sarah Cames