Letztes Update:
20210201160724

Santé stellt Impfphasen eins bis sechs vor

11:05
01.02.2021
In Luxemburg werden die Impfungen in sechs Phasen ablaufen, das teilt die Santé am Montagmorgen mit.

Frühstens im März könnte die zweite Impfphase beginnen; dann werden Personen über 75 Jahre eingeladen. Zudem sollen in dieser Phase auch Menschen gegen Covid-19 geimpft werden, die als Hochrisikogruppe gelten. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Krebspatienten und Menschen, die eine Organtransplantation erhielten. Jedoch werde die zweite Phase erst beginnen können, wenn die erste abgeschlossen sei, so die Santé. Im Klartext: Personal aus dem Pflege- und Gesundheitssystem haben Vorrang.

Die dritte Phase betrifft Menschen zwischen 70 und 74 Jahren, die vierte Phase Personen zwischen 65 und 69 Jahren. Phase fünf ist für Menschen zwischen 55 und 64 Jahren geplant. In der letzten Phase werden Personen zwischen 16 bis 54 geimpft, die in Gruppen zusammenleben.

Zudem würde das Large-Scale-Testing bis zum 15. Juli weitergeführt werden, hieß es weiter. Und die Test-Station am Findel sei seit Freitag bis auf Weiteres geschlossen.

Jeff Wiltzius

Griechenland wappnet sich für dritte Corona-Welle

10:26
01.02.2021
Die griechische Regierung bereitet sich auf die Möglichkeit einer dritten Corona-Welle vor. Am Montagmorgen bestellte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias außerplanmäßig den nationalen Corona-Krisenstab ein, um das Vorgehen für einen möglichen starken Anstieg der Zahlen zu erörtern. Dazu könnte auch ein noch strengerer Lockdown gehören, als er ohnehin schon seit Anfang November in Kraft ist, berichteten griechische Medien.

Die Corona-Experten sehen das Land an einem entscheidenden Punkt: Nach einer leichten Lockerung des Lockdowns vor zwei Wochen waren die Fallzahlen bereits nach oben geschnellt. Zudem wurde am Wochenende erstmals die südafrikanische Virus-Mutante entdeckt; die britische ist bereits im Umlauf. Nun ist die Sorge groß, dass das Infektionsgeschehen außer Kontrolle geraten könnte.

Noch befinde man sich nicht in einer dritten Welle, betonte Mediziner und Krisenstabmitglied Charalambos Gogos am Montag im Fernsehsender Skai. Allerdings stehe die Maßnahme eines vollständigen Lockdowns im Raum, sollte dieser erforderlich sein. Bisher gelten Maßnahmen wie Maskenpflicht, Ausgangssperre ab 21 Uhr und ein weitgehendes innergriechisches Reiseverbot. Geschäfte jedoch dürfen in weniger stark betroffenen Regionen noch öffnen.

Die Corona-Fallzahlen sind in Griechenland gemessen an der Einwohnerzahl sehr viel niedriger als in vielen anderen europäischen Ländern - allerdings ist auch der Gesundheitssektor nach der jahrelangen Finanzkrise des Landes nicht besonders gut ausgestattet und war seit Beginn der Pandemie immer wieder unter Druck geraten.

Am Sonntag meldete die griechische Gesundheitsbehörde für die rund 11 Millionen Einwohner lediglich 484 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Zahlen vom Wochenende sind jedoch meist niedriger; vergangene Woche wurden zwischenzeitlich fast 1.000 neue Fälle pro Tag gezählt, womit sich die Zahl seit Beginn der leichten Lockerungen vor zwei Wochen, etwa der Öffnung von Geschäften, mehr als verdoppelt hat.

Jeff Wiltzius