Der kolumbianische Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo ist nach einer Corona-Infektion gestorben. „Mit tiefem Schmerz und Traurigkeit habe ich die Nachricht vom Tod unseres Verteidigungsministers Carlos Holmes Trujillo erhalten“, sagte Kolumbiens Präsident Iván Duque in einem Video auf Twitter am Dienstag. Holmes Trujillo sei am frühen Morgen nach gesundheitlichen Komplikationen gestorben, während er gegen Covid-19 kämpfte. Kolumbianische Medien hatten von einer Lungenentzündung im Zusammenhang mit Covid-19 berichtet.
Der 69-Jährige war vor rund zwei Wochen in Barranquilla an der kolumbianischen Karibikküste ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Einen Tag später wurde er in die zentrale Militärklinik in der Hauptstadt Bogotá verlegt. Kolumbiens Präsidentschaft bestätigte, dass er sich auf der Intensivstation befand.
Der frühere Außenminister Holmes Trujillo war 2019 zum Verteidigungsminister der Regierung Duque ernannt worden. Zuvor war er unter anderem Bürgermeister der Großstadt Cali, Innenminister und Botschafter bei der Europäischen Union gewesen. Holmes Trujillo, der einer Politikerfamilie entstammte, war einst selbst Anwärter auf eine Präsidentschaftskandidatur gewesen. Er hatte Medienberichten zufolge auch die Absicht, es 2022 noch einmal zu versuchen.