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20210126134756

Experten empfehlen zweite Moderna-Impfung nach 28 Tagen

13:43
26.01.2021
Der Corona-Impfstoff der US-Firma Moderna soll nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in zwei Dosen mit einem Intervall von 28 Tagen verabreicht werden. Nur im Notfall sei eine Ausweitung auf bis zu 42 Tagen möglich. Das geht aus den Empfehlungen des Expertenrats zu Impfungen (Sage) hervor, die die WHO am Dienstag veröffentlichte. Der Moderna mRNA-1273-Impfstoff ist wie der Wirkstoff von Biontech und Pfizer in der EU und mehreren anderen Ländern zugelassen worden. Für Biontech/Pfizer hatte die WHO eine zweite Impfung nach 21 bis 28 Tagen empfohlen.

Angesichts der Engpässe bei Impfstoffen sprach sich der Rat dagegen aus, Reisende bevorzugt zu impfen. Es gebe noch keine Nachweise, dass die Impfung das Risiko mindere, andere anzustecken. Schwangere und stillende Mütter sollten nur geimpft werden, wenn das Risiko einer Ansteckung, etwa, weil sie im Gesundheitssektor arbeiten, hoch sei. Vorläufige Daten legten nahe, dass die Impfung bei ihnen im Prinzip kein Problem sei, aber es fehlten dazu noch ausführlichere Studien.

Die WHO hat selbst bislang nur dem Impfstoff von Biontech und Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Das ist die Voraussetzung für den Ankauf und Einsatz von Impfstoffen durch UN-Organisationen. Die WHO sei in regem Austausch mit Moderna und der Zulassungsprozess für deren Produkt sei im Gange, sagte Kate O'Brian, Direktorin der Impfabteilung der WHO. Auch der Impfstoff von Astrazeneca wird bei der WHO bereits geprüft. Für viele Länder, die keine Kapazitäten zur Beurteilung von Impfstoffen haben, ist eine WHO-Notfallzulassung Grundlage für ihren eigenen Regulierungsprozess.

Sarah Cames

Tadschikischer Präsident: "Wir sind coronafrei"

09:55
26.01.2021
Der zentralasiatische Staat Tadschikistan hat sich frei vom Coronavirus erklärt. „Tadschikistan hat seit Anfang Januar dieses Jahres keinen einzigen Fall registriert“, sagte Präsident Emomali Rachmon am Dienstag in einer Rede vor dem Parlament in der Hauptstadt Duschanbe. „Wir können mit Zuversicht sagen, dass wir kein Coronavirus mehr haben.“

Die Menschen hätten Geduld und Weisheit bewiesen und seien nicht in Panik verfallen. „Aber das bedeutet nicht, dass wir unvorsichtig sein sollten“, mahnte der Präsident. So sollten die Hygienemaßnahmen weiter eingehalten werden. Flugreisende aus dem Ausland müssten zwei Wochen in Quarantäne.

Die Ex-Sowjetrepublik hatte bereits im Frühjahr lange behauptet, das Land sei coronafrei. Kritik an der autoritären Führung hatte es unter anderem gegeben, weil trotz der Pandemie weiter Fußball gespielt worden war. Später wurden dann Schulen und Universitäten geschlossen. Bis zum vergangenen Montag wurden offiziell 13.308 Corona-Infektionen gemeldet. 90 Menschen starben mit dem Virus.

Tom Rüdell