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Luxemburger Anästhesist warnt vor Nachlässigkeit: "Wie viele Covid-Tote muss es denn noch geben?"

12:42
20.12.2020
Am Montag tagt der Regierungsrat über einen möglichen neuen Lockdown in Luxemburg. Für Anästhesist Dr. Philippe Welter, Präsident der Vereinigung der Luxemburger Anästhesisten, können neue Einschränkungen nicht schnell genug kommen.

In einem Facebook-Beitrag schlug er am Samstag Alarm und warnte vor der verheerenden Situation in Luxemburgs Krankenhäusern. "Wie viele Covid-Tote muss es denn noch geben? Patienten sterben alleine und versteckt hinter den Krankenhausmauern." Das Krankenhauspersonal stoße an physische und psychische Grenzen. 

"Sollte man nicht unsere Covid-Toten auf den Gemeindeplätzen in ihren Särgen aufstapeln, um die Menschen wach zu rütteln?" Man tue sein Möglichstes für die Covid-Patienten, aber "es werden noch viele sterben." Auch Covid-freie Patienten könnten derzeit nicht angebracht behandelt werden. Dadurch bahne sich bereits die nächste Katastrophe an.

In der Woche vom 7. bis zum 13. Dezember starben in Luxemburg 43 Menschen mit einer Covid-Erkrankung. In der Vorwoche waren es 39. Seit Montag sind weitere 30 Menschen verstorben.

Sarah Cames

Neue Virus-Variante: Auch Deutschland prüft Flug-Einschränkungen

11:12
20.12.2020
Angesichts einer in Großbritannien aufgetretenen neuen Variante des Corona-Virus prüft auch Deutschland Schutzvorkehrungen im Luftverkehr. Einschränkungen der Flüge aus Großbritannien und auch aus Südafrika seien „eine ernsthafte Option“, hieß es am Sonntag aus Kreisen des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Man verfolge die Entwicklung sehr genau, stehe mit europäischen Nachbarstaaten in Kontakt und werte mit Hochdruck Informationen über die mögliche Virus-Variante aus. Die Niederlande verhängten am Sonntag bereits ein Verbot für Flüge von und nach Großbritannien zunächst bis 1. Januar.

Nach ersten Erkenntnissen britischer Wissenschaftler ist eine kürzlich entdeckte Variante des Virus um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form. Premierminister Boris Johnson hatte am Samstag betont, es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien.

Sarah Cames