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Zwei Drittel der Griechen wollen sich impfen lassen

10:46
20.12.2020
In Griechenland sind nach einer Umfrage inzwischen mehr als zwei Drittel der Bevölkerung (67 Prozent) bereit, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Nur 27 Prozent äußerten Bedenken oder lehnten eine Impfung ganz ab. Damit hat sich die Stimmung gewendet: Bei einer ähnlichen Umfrage im September hatten noch 42 Prozent geantwortet, keine Impfung machen zu lassen. In Griechenland ist das öffentliche Leben wegen der Pandemie weitgehend eingeschränkt.

Neben Lebensmittelgeschäften und Apotheken haben nur Buchhandlungen und Friseure unter strengen Auflagen geöffnet. Für andere kleine Geschäfte gilt das Prinzip „Click Away“: Wer im Schaufenster oder im Internet ein Produkt entdeckt, das er möchte, muss das Geschäft kontaktieren und kann seinen Einkauf dann zu einer vorgegebenen Zeit abholen. Bezahlt wird per Karte. Einkaufszentren sind geschlossen.

Wer auf die Straße möchte, muss per SMS den Zivildienst informieren. Möglich sind etwa Arztbesuche, Einkäufe im Supermarkt, die Versorgung von älteren Familienmitgliedern, sportliche Betätigung oder auch der Spaziergang mit dem Hund. Der Lockdown gilt derzeit bis zum 7. Januar.

Griechenland mit seinen elf Millionen Einwohnern war bis Ende Oktober nicht so stark von Corona betroffen. Allerdings schnellten die Zahlen in den vergangenen Wochen in die Höhe. Das Gesundheitssystem geriet an seine Grenzen. Nach offiziellen Zahlen starben an oder mit dem Virus bislang mehr als 4100 Menschen.

Sarah Cames

Virus-Variante: Niederlande verbieten Flüge aus Großbritannien

07:51
20.12.2020
Nach der Entdeckung einer neuen Variante des Corona-Virus in Großbritannien wollen die Niederlande Flugpassagiere aus dem Vereinigten Königreich nicht mehr einreisen lassen. Das Verbot des Flugverkehrs mit Passagieren aus dem Vereinigten Königreich werde ab (diesem) Sonntag zunächst bis zum 1. Januar gelten, teilte die niederländische Regierung am frühen Sonntagmorgen mit. Das Institut für Umwelt und Gesundheit RIVM habe empfohlen, die Einschleppung dieses Virusstammes aus dem Vereinigten Königreich so weit wie möglich zu begrenzen, indem die Reisebewegungen aus dem Vereinigten Königreich so weit wie möglich eingeschränkt oder kontrolliert würden. Auf dieser Grundlage habe das Kabinett den Beschluss gefasst, den Flugverkehr auszusetzen.

Auf dem Airport Amsterdam-Schiphol kommt es wegen des coronabedingten Einreisestopps für Flugpassagiere aus Großbritannien zu Ausfällen. Betroffen sind Verbindungen von und nach London, wie der internationale Flughafen am Sonntag auf seiner Internetseite mitteilte. Schiphol ist ein wichtiges Drehkreuz in Westeuropa.

Bereits Anfang Dezember sei bei einer Stichprobe in den Niederlanden ein Virus mit der im Vereinigten Königreich beschriebenen Variante identifiziert worden, hieß es weiter. Nach der Meldung aus Großbritannien werde dieser Fall weiter untersucht und geprüft, wer betroffen sei, wie es zu der Infektion gekommen sei und ob verwandte Fälle bekannt seien. Die kürzlich entdeckte Variante sei um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form, sagte Premierminister Boris Johnson am Samstag.

Sarah Cames