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Sagrotan-Hersteller Reckitt Benckiser macht Rekordumsätze

07:42
28.07.2020
Die Corona-Pandemie hat dem Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser einen reißenden Absatz von Produkten wie Desinfektionsmitteln und Schmerztabletten beschert. Im ersten Halbjahr sprang der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 11,9 Prozent auf 6,9 Milliarden britische Pfund (7,6 Mrd Euro) nach oben, wie der Hersteller von Calgon, Sagrotan und Nurofen am Dienstag in London mitteilte. Mit einem Plus von gut 16 Prozent zogen die Erlöse mit Hygieneprodukten besonders stark an.

Für das laufende Jahr zeigte sich Reckitt-Chef Laxman Narasimhan zuversichtlicher als noch im April. Trotz aller Unsicherheiten infolge der Pandemie rechnet der Manager für 2020 nun mit einem Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich.

dpa

Biontech und Pfizer nehmen mit Corona-Impfstoffkandidat weitere Hürde

07:41
28.07.2020
Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und sein Partner Pfizer haben die Erlaubnis der US-Behörden zum Start der Phase-2/3-Studie ihres Corona-Impfstoffkandidaten erhalten.

Die Tests an bis zu 30.000 Probanden im Alter zwischen 18 und 85 Jahren werden demnach in 120 Studienzentren weltweit durchgeführt, unter anderem in Deutschland, wie Biontech am Dienstag in Mainz mitteilte. Das bereits Mitte Juli bekannt gegebene Ziel, das Zulassungsverfahren im Oktober dieses Jahres einzuleiten, wurde zudem bekräftigt. Zugleich hat sich Biontech mit einer Kapitalerhöhung gut eine halbe Milliarde US-Dollar an der Börse verschafft.

Nach den Plänen von Biontech sollen im Erfolgsfall bis Ende des Jahres zunächst 100 Millionen Impfstoffdosen weltweit geliefert werden. Bis Ende 2021 streben Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer an, mehr als 1,3 Milliarden weitere Dosen bereitzustellen. Die beiden Forschungspartner hatten den USA kürzlich in einem ersten Schritt bei Vorliegen einer entsprechenden Notfallgenehmigung zunächst 100 Millionen Impfstoffdosen und weitere bis zu 500 Millionen Dosen als optionale Nachorderung zugesagt. Auch mit Großbritannien gibt es eine erste Liefervereinbarung.

dpa

Deutschland: Besser mehr Tests als neuer Lockdown

07:07
28.07.2020
In Deutschland hat der Fraktionschef der Union im Bundestag Ralph Brinkhaus (CDU) die geplanten Corona-Pflichttests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten verteidigt. Angesichts hoher internationaler Fallzahlen sei „jetzt wieder Vorsicht angesagt“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Und besser solche Test als wieder in einen generellen Lockdown hineinzugehen“, betonte Brinkhaus. „Wir wollen keine zweite Welle haben in Deutschland. Das ist ganz wichtig. Wir wollen keinen Lockdown haben“, sagte der CDU-Politiker.

Testkapazitäten dürften kein Problem sein, sagte Brinkhaus weiter. Wenn notwendig müsse nachgerüstet werden. Der Fraktionsvorsitzende sieht aber auch die Urlaubsrückkehrer selbst in der Verantwortung, sich testen zu lassen, um Mitbürger nicht zu gefährden.

Auf die Frage, ob es im Herbst erneut Beschränkungen des Alltags geben könnte wie im März, sagte Brinkhaus, man habe jetzt eine „andere Philosophie“. Bei lokalen Corona-Ausbrüchen müsse „richtig feste reingegangen“ und viel getan werden, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Das habe in vergangenen Monaten geklappt und sollte auch im Herbst tragen.

Der deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag eine Testpflicht für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten angekündigt. Sie soll voraussichtlich kommende Woche in Kraft treten. Die Tests sollen für die Rückkehrer kostenfrei sein. Eine Ausweitung der Testpflicht auf Nicht-Risikoländer schloss Spahn aus. Laut Einstufung des Robert-Koch-Instituts zählen Länder wie Afghanistan, Ägypten, die USA und die Zentralafrikanische Republik aktuell zu den Risikogebieten. Auch Luxemburg steht drauf. Beliebte Urlaubsländer wie Spanien und Italien sind nicht der Liste.

dpa