In Belgien sind wegen steigender Corona-Fallzahlen wieder strengere Kontaktbeschränkungen angeordnet worden. Dazu meint die Zeitung „De Tijd“ am Dienstag:
„Belgien steht kurz vor einem neuen Lockdown. Denn der ist unvermeidlich, wenn selbst eine drastische Verringerung der Zahl der gleichzeitig erlaubten Personenkontakte die Rückkehr der Corona-Epidemie nicht aufhält. Die Regierung hat nach der Beratung des Nationalen Sicherheitsrates am vorigen Donnerstag, die ein Schlag ins Wasser war, schließlich doch noch ihre Lektion gelernt. Um zu vermeiden, dass sie den Fakten weiter hinterherhinkt, hat sie nun weitgehende Maßnahmen angeordnet, um den Ausbruch einer zweiten Corona-Welle zu verhindern. (...)
Was die Regierung Montag beschlossen hat, entspricht der letzten Stufe vor einem neuen Lockdown, bei dem die Menschen aufgefordert werden, zu Hause zu bleiben, Geschäfte und Restaurants geschlossen werden und nur essenziell wichtige Unternehmen weiterarbeiten dürfen. Die dramatischen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen eines allgemeinen Lockdowns haben wir im Frühjahr kennengelernt. Wir müssen uns also darauf verlassen, dass die strengeren Maßnahmen einen neuen Corona-Ausbruch eindämmen können. Die Regierung ist zwar optimistisch. Aber sicher ist das nicht, wie Premierministerin Sophie Wilmès warnte.“