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UN-Chef sieht Pandemie als Chance für Umgestaltung der Städte

06:06
28.07.2020
UN-Generalsekretär António Guterres sieht in der Coronavirus-Pandemie eine Chance für eine Neuerfindung der weltweiten Ballungsräume. „Die Zeit ist gekommen, die städtische Welt zu überdenken und umzugestalten“, sagte der Chef der Vereinten Nationen am Dienstag in einer Videobotschaft.

Die Pandemie habe vielerorts für die Schaffung neuer Radwege und Fußgängerzonen gesorgt, mit der die Mobilität und die Luftqualität verbessert worden seien. Eine ökologische Transformation der Metropolen könne klimafreundliches Wachstum und neue Arbeitsplätze bringen. So könne nicht nur dem Coronavirus begegnet werden, sondern auch der Klimakrise und der Verschmutzung von Städten.

dpa

Foto: AFP/John Thys In Antwerpen gilt die Maskenpflicht auch im Freien.

Ausgangssperre in der Provinz Antwerpen

05:03
28.07.2020
Wegen eines besorgniserregenden Anstiegs an Corona-Infektionen hat Belgien am Montag weitere Eindämmungsmaßnahmen ergriffen. In der Provinz Antwerpen wurde eine Ausgangssperre verhängt. Bewohner werden aufgerufen, so viel wie möglich zuhause zu bleiben, und keine Besucher zu empfangen. Bars und Restaurants müssen um 23 Uhr schließen, von 23.30 Uhr bis 6 Uhr gilt eine nächtliche Ausgangssperre, die nur für absolut notwendige Fahrten unterbrochen werden darf.

Beschäftigte sollen, falls möglich, im Homeoffice arbeiten. Zudem gilt eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum für alle Personen über 12 Jahren sowie an Orten, an denen ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Kontaktsport ist wieder verboten.

47 Prozent der Neuinfektionen, die in Belgien in der Vorwoche registriert wurden, sind auf die Provinz Antwerpen zurückzuführen. Auch in anderen Landesteilen greifen nunmehr schärfere Corona-Bestimmungen. "Wir sind sehr besorgt", erklärte Premierministerin Sophie Wilmès am Montag bei einer Pressekonferenz. Einen generellen Shutdown wolle man jedoch vermeiden.  Die Belgier werden aufgerufen, für die nächsten vier Wochen ihre persönlichen Kontakte auf fünf Personen einzugrenzen. Private Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Geburtstage dürfen die Höchstzahl an zehn Teilnehmern nicht überschreiten.

Jörg Tschürtz