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146 neue Corona-Infektionen im Südwesten

16:09
03.08.2020
Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 37 463 gestiegen. Das waren 146 mehr als am vergangenen Freitag, wie das Sozialministerium in Stuttgart am Montag mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Etwa 34 586 Menschen gelten als genesen. Derzeit seien geschätzt 1030 Menschen im Land infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gab die Behörde weiter mit 1847 an.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,89 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

(dpa)

Rund 100 Corona-Fälle nach Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd

15:34
03.08.2020
Die Zahl der Corona-Infizierten nach einer Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg ist auf rund 100 gestiegen. Mehrere Betroffene seien mittlerweile genesen aus der häuslichen Isolation entlassen worden, teilte das Landratsamt Ostalbkreis am Montag mit. Derzeit gebe es im gesamten Landkreis 58 aktive Fälle - also Menschen, die noch erkrankt sind. Ende vergangener Woche waren es 61. Die Tests in einer Grundschule in Schwäbisch Gmünd seien negativ ausgefallen.

Mitarbeiter der Kommunen kontrollieren nach Angaben einer Sprecherin, ob die Infizierten sich an die häusliche Isolation halten. Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat zudem Regeln für Trauerfeiern erlassen. So müssen ab 50 Gästen Teilnehmerlisten erstellt werden, erläuterte eine Sprecherin des Landratsamts. Auch Mundschutz ist Pflicht.

(dpa)

Südwest-Industrie stemmt sich erfolgreich gegen Corona-Krise

14:31
03.08.2020
Massenentlassungen, Betriebsschließungen, horrende Arbeitslosenzahlen und massive Umsatzeinbrüche - das waren zu Beginn der Corona-Pandemie einige der sehr ernstzunehmenden Ängste. Die Statistik zeigt nun eine andere, positivere Entwicklung.

Die Südwest-Industrie erholt sich schneller vom Schlag der Corona-Krise als befürchtet. Natürlich haben die Maßnahmen gegen die Pandemie, etwa Betriebsschließungen und Produktionsstopps, für Rückschläge gesorgt. Doch die Industrie holt auf - das ist die positive Einschätzung der Experten beim Statistischen Landesamt. Die Aufträge, die Produktion und die Umsätze lägen im Juni zwar noch deutlich unter dem Wert von Juni 2019, aber die Aufholjagd setze sich fort, teilte die Behörde am Montag in Stuttgart mit.

So lägen die Auftragseingänge im Juni 2020 nur um 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. «Die konjunkturell vorlaufende Auftragslage hat sich damit wieder deutlich dem Vorjahresniveau angenähert», sagen die Statistiker. Im Vergleich zum Vormonat Mai seien die Aufträge um 21,1 Prozent gestiegen. Vor allem die Inlandsbestellungen hätten zugelegt.

Das wirkt sich auch auf die Mitarbeiterzahlen aus: Die Industriebetriebe im Südwesten beschäftigten im Juni rund 1,17 Millionen Menschen und damit 34 000 weniger als im Juni des Vorjahres. Das entspricht einem Minus von 2,8 Prozent. Der Rückgang der Beschäftigtenzahlen von Mai bis Juni betrug jedoch nur 0,3 Prozent. «Damit hat sich der bereits vor dem nationalen Shutdown eingeleitete moderate Beschäftigungsabbau nochmals leicht abgeschwächt», hieß es beim Statistischen Landesamt. Im Vergleich zum Juni 2019 betrug das Minus bei den Beschäftigtenzahlen 1,8 Prozent und fiel damit entgegen vieler Befürchtungen eher gering aus.

Auch die Umsatzzahlen lassen hoffen: Im Juni 2020 erzielte die Südwestindustrie nach vorläufigen Angaben einen Umsatz von knapp 26 Milliarden Euro. Im Vergleich zum - allerdings ungewöhnlich schwachen - Juni des Vorjahres bedeute dies ein Umsatzminus von einer Milliarde oder 3,6 Prozent.

«Die Entwicklung der Indikatoren zeigt, dass die baden-württembergische Industrie sich zunehmend vom Corona-Schock erholt», kommentierte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) die Zahlen. «Konsumenten und Unternehmen fassen wieder verstärkt Vertrauen.» Das alles seien deutliche Anzeichen dafür, dass die Stabilisierungsmaßnahmen von Bund und Land griffen. Dennoch sei es für eine Entwarnung zu frühe: «Der Corona-bedingte wirtschaftliche Tiefpunkt mag hinter uns liegen, aber wir dürfen nicht vergessen: Die Industriekonjunktur war schon vor Corona abwärtsgerichtet. Auch im zweiten Halbjahr gilt es, den Aufschwung mit wirksamen Impulsen zu stützen», sagte Hoffmeister-Kraut.

(dpa)

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