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Hofreiter fordert mehr Weitsicht im Kampf gegen Corona

09:57
30.09.2020
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat mehr Weitsicht im Kampf gegen Corona angemahnt. Er kritisierte am Mittwoch im Bundestag vor allem, dass es auch sechs Monate nach der Ausbreitung der Pandemie in Deutschland noch keine vorausschauende Teststrategie gebe. Es werde auch immer noch darüber diskutiert, wann zum Beispiel in Schulräumen Luftfilter eingebaut würden.

Bisher sei Deutschland zwar glimpflich durch die Pandemie gekommen, sagte der Grünen-Fraktionschef. Das müsse aber nicht so bleiben. «Ich glaube, es ist ganz entscheidend, dass das, was uns bisher gut durch die Pandemie gebracht hat - Vorsicht, Vernunft und Solidarität - dass wir das weiter aufrecht erhalten.»

(dpa)

Curevac startet mit nächster Impfstoff-Phase

08:27
30.09.2020
Das Tübinger Biopharmaunternehmen Curevac hat die zweite Phase bei der Prüfung seines Impfstoffkandidaten eingeläutet. Der erste Teilnehmer an der klinischen Phase-2a-Studie sei geimpft worden, hieß es in einer Pressemitteilung vom späten Dienstagabend. Die Studie laufe in Peru und Panama mit 690 gesunden Teilnehmern. Erste Daten werden im vierten Quartal erwartet. Danach plant das Unternehmen den Beginn der globalen klinischen Studie mit bis zu 30 000 Teilnehmern.

Curevac hatte nach der Mainzer Firma Biontec als zweites deutsches Unternehmen die Genehmigung für eine klinische Studie bekommen. Der Impfstoff der Biopharmafirma basiert auf dem Botenmolekül mRNA und regt im Körper die Bildung eines Virus-Eiweißes an. Dies löst eine Immunreaktion aus, die den Menschen vor dem Virus schützen soll. Die Impfstoff-Studie war Mitte Juni angelaufen.

(dpa)

Arbeitslosigkeit geht erstmals seit März wieder leicht zurück

08:20
30.09.2020
Die Corona-Krise hatte seit dem Frühjahr auch im Südwesten monatlich stets für steigende Arbeitslosenzahlen gesorgt. Jetzt verzeichnen die Statistiker erstmals seit März wieder einen Rückgang.

Die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg ist erstmals seit März im Monatsvergleich wieder leicht gesunken. Im September waren im Südwesten 289 290 Menschen arbeitslos gemeldet - das ist im Vergleich zum August ein Rückgang von 1,7 Prozent, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 4,6 Prozent. Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie waren die Arbeitslosenzahlen seit dem Frühjahr bisher stets gestiegen. Schon zuletzt hatte sich der Anstieg allerdings etwas verlangsamt.

Die neuen Arbeitslosenzahlen spiegelten einen «verhaltenen und saisonbedingten» Rückgang wider, sagte die regionale Arbeitsagentur-Geschäftsführerin Martina Musati. Das die Lage auf dem Arbeitsmarkt noch immer prekär ist, wird mit Blick auf den Vorjahresvergleich deutlich: Im September 2019 waren in Baden-Württemberg rund 86 500 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als jetzt, damals hatte die Arbeitslosenquote 3,2 Prozent betragen.

Trotz der wirtschaftlich für viele Unternehmen immer noch schwierigen Situation gibt es einige Hoffnungsindikatoren. So traten im September mehr als 22 500 Menschen neue Jobs an, dieser Wert bewegt sich nahezu auf dem Vorjahrsniveau. Auch die Jugendarbeitslosigkeit - unter die statistisch alle Arbeitslosen unter 25 Jahren fallen - sank im Vergleich zum August um 5,5 Prozent auf 32 559 Menschen. Hier sei es für eine Entwarnung allerdings noch zu früh, denn die Jugendarbeitslosenquote liege noch immer bei einem hohen Wert von 4,6 Prozent, sagte Musati. Vor einem Jahr hatte die Zahl der U-25-Arbeitslosen noch bei lediglich 21 120 Menschen gelegen.

(dpa)

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