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Südwest-Narren wollen über Fastnacht entscheiden

05:22
30.09.2020
Eigentlich würde sie am 11.11 beginnen: die fünfte Jahreszeit. Doch in welcher Form? Das steht im Südwesten noch nicht fest. Bei der Tagung der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Narrenverbände und Vereinigungen soll am Mittwoch (21.00 Uhr) in Bad Dürrheim darüber entschieden werden, wie Fastnacht in Corona-Zeiten aussehen könnte. In der Arbeitsgemeinschaft sind sämtliche 13 im Südwesten aktive Narrenverbände vertreten.

Es gelte, abzuwägen zwischen der Verantwortung für die Narren und ihren Besuchern auf der einen Seite, aber auch dem Bedürfnis, gemeinsam Fastnacht zu feiern, hatte der Präsident der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte, Roland Wehrle, der Deutschen Presse-Agentur im August gesagt. «Die Fastnacht als solche kann man nicht absagen, sondern höchstens Veranstaltungen, für die man Verantwortung trägt.»

(dpa)

Kretschmann: Kein Platz für weitere Corona-Lockerungen

17:57
29.09.2020
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht angesichts seit Wochen stark steigender Corona-Infektionen keinen Platz für weitere Lockerungen. Wie schon im Frühjahr sei es stattdessen wieder an der Zeit, «schnell und rechtzeitig zu handeln, damit eine zweite Welle kleingehalten werden kann und wir alle gut durch den Herbst und Winter kommen», sagte der Grünen-Politiker am Dienstagabend nach einer Videoschalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Kretschmann betonte: «Das Virus ist weiter unter uns – und sobald wir ihm die Chance geben, wird es sich wieder explosionsartig verbreiten.»

Kretschmann sagte, die Bürger dürften nicht nachlässiger werden, sondern müssten sich zur Vorbeugung vor Infektionen wieder mehr zurücknehmen - gerade in der Freizeit und bei privaten Feiern. Letztere trieben die Zahl der Neuinfektionen zurzeit hoch. Daher sei es umso wichtiger, Mund-Nasen-Masken zu tragen und beispielsweise in der Öffentlichkeit Abstand zu anderen Menschen zu halten. «Unser vorrangiges Ziel muss es sein, dass das öffentliche Leben nicht noch einmal zum Erliegen kommt.» Schulen und Kindergärten müssten den Präsenzbetrieb trotz der Pandemie beibehalten können, auch die allmähliche Erholung der Wirtschaft dürfe nicht gefährdet werden. «Darauf kommt es an, das ist der Kern unserer ganzen Bemühungen.»

Bei ihrer Schalte hatten sich die Ministerpräsidenten mit Merkel unter anderem darauf verständigt, dass Menschen, die in einem Restaurant oder anderen Gastwirtschaften falsche Angaben zu ihrer Person machen, nun mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro rechnen müssen. Wirte und Veranstalter müssten die Angaben künftig «auf Glaubwürdigkeit und Richtigkeit» überprüfen, sagte Kretschmann.

(dpa/lsw)

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