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Nur noch jeder fünfte Betrieb fühlt starke Corona-Belastung

10:23
18.09.2020
Die Corona-Pandemie entlässt viele deutsche Unternehmen allmählich aus ihrem Klammergriff. Nur noch jeder fünfte Betrieb sei stark negativ von dem Virus und seinen Folgen betroffen, ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Im Mai hatte noch jeder dritte Betrieb angegeben, stark unter der Pandemie zu leiden.

«Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat» erklärte IAB-Forscher Jens Stegmaier. Aktuell sprechen 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen, 20 Prozent von geringen negativen Auswirkungen, 53 Prozent von keinen oder ausgeglichenen Auswirkungen und 7 Prozent von überwiegend positiven Auswirkungen der Corona-Krise auf ihre Geschäftstätigkeit.

Die größten Auswirkungen der Corona-Krise hatte das Gastgewerbe zu stemmen. Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind der Umfrage zufolge 45 Prozent stark negativ und 17 Prozent gering negativ betroffen.

In der Industrie zeige sich ein gemischtes Bild. Im Mai hatten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen berichtet. Aktuell seien 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert. Das IAB befragt alle drei Wochen 1500 Betriebe in Deutschland zu ihren Erfahrungen mit Corona.

(dpa)

Nach Oktoberfestabsage: «WirtshausWiesn» startet - Ex-OB-Ude zapft an

08:01
18.09.2020
Trotz der coronabedingten Absage des Oktoberfests rüsten sich Wirte in München für einen Anstich. In vielen Wirtshäusern werden zum ursprünglich geplanten Wiesnstart am Samstag um 12.00 Uhr Bierfässer angestochen. Mit der «WirthausWiesn» wollen gut 50 Wirte bis 4. Oktober ein wenig Oktoberfeststimmung schaffen. Angesichts steigender Zahlen schauen sie auf die Corona-Regeln.

«Wir sind ausreserviert - früher hätte ich dann 600 Leute im Haus gehabt, heute sind es vielleicht 300 - wir achten auf die Abstände, drinnen und draußen», sagt der Sprecher der Innenstadtwirte vom Augustiner Klosterwirt, Gregor Lemke. Auch am Nockherberg und bei Wiesnwirtesprecher Peter Inselkammer im Ayinger am Platzl gibt es für Samstag keine Plätze mehr. «Es ist eine rege Nachfrage da.»

Für die «WirtshausWiesn» gelten wie für alle gastronomischen Betriebe die Regelungen der Staatsregierung zum Infektionsschutz, unterstrich Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Dies gelte «unabhängig davon, ob Wiesnbier oder Wiesnschmankerl serviert werden». Alle, die feiern wollten, bat Reiter um Einhaltung der Corona-Regeln. Aus Sorge um mögliche private Ersatzpartys mit hohem Infektionsrisiko hat die Stadt Samstag auf der Theresienwiese ein Alkoholverbot verhängt.

Während sich Reiter als sonst zuständiger OB des Anzapfens enthält, will sein Vorgänger Christian Ude (SPD) im Bahnhofsviertel anzapfen, und Ex-Wiesnchef Josef Schmid (CSU) im Augustiner am Platzl.

Die Münchner Gastronomen knüpfen mit der «WirtshausWiesn» an das erste Oktoberfest 1810 an. Damals wurde auf der Theresienwiese eine königliche Hochzeit mit Pferderennen gefeiert. Gegessen, getrunken und gesungen wurde aber in den Wirtshäusern der Stadt.

(dpa)

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