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Bundesgesundheitsminister besorgt über Feiern als Corona-Gefahrenquelle

03:40
17.08.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor dem Hintergrund steigender Zahlen bei Corona-Neuinfektionen vor Feierlichkeiten als Gefahrenquelle. Es gebe mehr Ansteckungen durch Reiserückkehrer, es gebe im ganzen Land aber auch lokale Ausbrüche, die meist mit Feiern zusammenhingen, sagte Spahn am Sonntagabend im ZDF-«heute journal». «Das ist das, was wir im Blick haben müssen über das Reisen hinaus, betonte der CDU-Politiker.

Auf die Frage nach neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sagte Spahn, aus seiner Sicht mache es keinen Sinn, wieder den Einzelhandel zu schließen oder Friseure. Mit Alltagsmasken und Abstand könne man dort weitermachen. «Feierlichkeiten, Veranstaltungen - dort überträgt es sich sehr, sehr schnell. Deswegen finde ich, müssen wir mit den Ländern nochmal schauen: Was sind die Grenzen, was sind die Regeln für die Größen von Veranstaltungen.»

Er verstehe ja, dass man eine Hochzeit mit 100, 150 Gästen feiern wolle, sagte Spahn weiter. Er selbst habe lange genug bei Hochzeiten gekellnert. Eine Hochzeit werde aber irgendwann «sehr gemütlich, wenn es denn eine Hochzeit ist».

«Entweder wir schaffen es, auch aus der Sommerzeit herauskommend die Zahlen unter Kontrolle zu behalten. Oder wir werden eben zuerst den Blick auf die Art von Veranstaltungen richten müssen, bei denen eben besonderes Infektionsgeschehen auftritt. Das sind die eben die geselligen Veranstaltungen, wo Menschen, meistens auch mit Alkohol verbunden, dann entsprechend zusammenkommen», sagte Spahn.

(dpa)

Apfelbauern sorgen sich wegen der Corona-Krise um ihre Ernte

03:38
17.08.2020
Die Landwirte in den größten Apfelanbaugebieten in Deutschland bangen aufgrund der Corona-Krise um ihre Ernte. «Die Sorge ist sehr groß», sagte der Vorsitzende der Obstregion Bodensee, Thomas Heilig. Zum einen sei noch nicht hundertprozentig sicher, ob die Erntehelfer - die meisten stammen aus osteuropäischen Ländern - überhaupt einreisen dürften. Beispielsweise zählten einige Regionen in Bulgarien und Rumänien derzeit zu den Risikogebieten.

Zudem müssten die Landwirte einen hohen Aufwand betreiben, um die geltenden Vorschriften zum Schutz vor Covid-19 einzuhalten. So dürfen etwa in den Unterkünften nur halb so viele Erntehelfer untergebracht werden. Er selbst setze auf angemietete Container, sagte Heilig. Nach Angaben des baden-württembergischen Landesbauernverbandes werden zur Apfelernte allein am Bodensee rund 8000 Erntehelfer erwartet.

Auch in Niedersachsen wird die Ernte in diesem Jahr spürbar von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt sein. «Es ist eine angespannte, ungewohnte Situation», sagte der Vorsitzende der Fachgruppe Obstbau beim niedersächsischen Landvolk, Ulrich Buchterkirch. Natürlich gebe es die Angst vor einem Infektionsfall und den daraus folgenden Konsequenzen. Trotz Virus-Krise rechnet er aber trotzdem mit einer durchschnittlichen Ernte.

(dpa)

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