Letztes Update:
20190424131411

Facebook löscht hunderttausende extremistische Beiträge

08:02
24.04.2018
Facebook geht nach eigenen Angaben härter denn je gegen extremistische Inhalte auf seiner Plattform vor: Im ersten Quartal 2018 löschte das weltgrößte Online-Netzwerk hunderttausende Beiträge mit Bezug zu den Terrororganisationen Islamischer Staat (IS) und Al-Kaida. Insgesamt seien 1,9 Millionen Beiträge entfernt oder mit Warnhinweisen versehen worden - doppelt so viele wie im vorangehenden Quartal, teilte Facebook am Montag mit. 99 Prozent davon wurden demnach nicht von Benutzern gemeldet, sondern von automatisierter Software und eigenen Prüfern entdeckt. Im Durchschnitt seien solche Beiträge für weniger als eine Minute auf der Plattform verfügbar, hieß es.

Mit dem Aufspüren extremistischer Beiträge befasst sich ein auf Terror-Inhalte spezialisiertes Team. Laut Facebook ist die Gruppe seit Juni vergangenen Jahres von 150 auf 200 Mitarbeiter angewachsen, weitere sollen hinzukommen. Anfang März hatte die Europäische Kommission neue Richtlinien zur Entfernung terroristischer und anderer illegaler Inhalte auf Facebook und anderen Online-Plattformen erlassen, um den Druck auf die Anbieter zu erhöhen.

dpa

Bayern-Wahl: Facebook verspricht mehr Transparenz

07:53
20.04.2018
Ein ranghoher Facebook-Manager hat im Bundestag
versichert, dass das Online-Netzwerk nach dem jüngsten Datenskandal
verlorenes Vertrauen wiedergewinnen wolle. Das Online-Netzwerk hoffe
auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit Parlament und Regierung in
Deutschland, sagte Joel Kaplan, einer der Politik-Verantwortlichen
von Facebook, in einer Ausschusssitzung am Freitag. Er wiederholte in
der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Digitale Agenda sowie
Recht und Verbraucherschutz Facebooks Eingeständnis, dass der
Datenabfluss an die Analysefirma Cambridge Analytica ein
Vertrauensbruch gewesen sei, den das Online-Netzwerk bedauere.

Kaplan zeigte sich zugleich offen für eine Debatte über mehr
Transparenz bei Algorithmen, die zum Beispiel bestimmen, was
Facebook-Nutzer zu sehen bekommen. "Wir verstehen, dass Algorithmen
eine große Rolle im Leben der Menschen spielen, und mehr Transparenz
und Kontrolle darüber, wie sie funktionieren, wichtig für deutsche
Bürger ist." 

Rechtzeitig zur Landtagswahl in Bayern im Oktober werde Facebook
eines der angekündigten Instrumente für mehr Transparenz bei
Wahlwerbung verfügbar machen, bekräftigte Kaplan. Mit dem
"View-Ads"-Werkzeug soll man sich alle Anzeigen eines Werbetreibenden
ansehen können - selbst solche, die nicht auf dem eigenen News-Feed
erscheinen. Es ist eine Reaktion auf die Propaganda-Kampagnen aus
Russland im Zuge der US-Präsidentenwahl. Nach Tests in Kanada und
Irland soll das Werkzeug im Sommer weltweit eingeführt werden.

dpa

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